Entscheidungsrisiko

Beim Start und bei jedem Meilenstein eines Projekts sind Entscheidungen zu treffen. In der Regel sind die Entscheidungen auf der Basis unzureichender Informationen zu treffen. Insbesondere, wenn sie auf Prognosen oder Annahmen über die Wettbewerbssituation beruhen, bergen sie stets ein gewisses Risko.

Neben der herkömmlichen Risikoanalyse, die einzelne Gefahren zu identifizieren und zu bewerten versucht, kann das Entscheidungsrisiko in vier Klassen eingeteilt werden:

  • Geringes Risiko und schnelle Antwortzeit des Systems (z.B. Aufnahme eines neuen Produkts in einem Warenhaus)
  • Geringes Risiko und langsame Antwortzeit des Systems (z.B. Auswahl einer Lebensversicherung)
  • Hohes Risiko und schnelle Antwortzeit des Systems (z.B. Produktion von Trendartikeln)
  • Hohes Risiko und langsame Antwortzeit des Systems (z.B. Aufbau eines neuen Weinbaugebiets)
Je nach Art des Entscheidungsrisikos müssen entsprechende Entscheidungsstrategien und Maßnahmen zur Risikominimierung getroffen werden. Während bei geringem Risiko und schneller Erkenntnis über Erfolg oder Misserfolg der einfache "Trial-and-Error"-Ansatz ausreicht, dienen bei langfristigen Investitionen mit hohem Risiko entsprechend ausführliche Business-Pläne zur Analyse und Bewertung der Risiken und Erfolgschancen.

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