Konzept

Nach der Formulierung des Projektziels, das bewusst lösungsneutral gehalten werden soll, steht die Suche nach Lösungsmöglichkeiten für die Aufgabenstellung. Für die aussichtsreichsten Lösungen werden dann Konzepte entwickelt, die den konkreten Lösungsweg beschreiben.

Ein Konzept ist eine möglichst genaue Beschreibung des geplanten Projektablaufes und somit Bestandteil des Pflichtenheftes. Je nach Detaillierungsgrad spricht man von Grob- oder Feinkonzept. Eine weitverbreitete Vorgehensweise ist, dass der Auftraggeber das Lastenheft erstellt und von den potentiellen Auftragnehmern gemeinsam mit deren Angeboten ein Grobkonzept einfordert, in dem die Bewerber ihre grundsätzliche Herangehensweise schildern. Die Erstellung des Feinkonzepts bzw. des ausführlichen Pflichtenhefts ist dann Bestandteil des Auftrags. Unter Umständen kann der Auftraggeber auch bei mehreren Anbietern ein Feinkonzept bzw. Pflichtenheft beauftragen, um in einer letzten Entscheidung den Anbieter mit dem am besten erscheinenden Konzept mit der Durchführung zu beauftragen.

Diese konzeptorientierte Vorgehensweise bei der Ausschreibung wird oft in Wettbewerbsform durchgeführt. Die Teilnahme an solchen Wettbewerben kann auch für die Platzierten interessant sein, da ggf. auch nicht zum Zuge kommende Konzepte für die spätere Verwendung gekauft werden.

Relevante Beiträge im Projekt Magazin
von Marko Zotschew
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Wenn man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht, dann sollte man jemandem nach dem Weg fragen. Was aber, wenn niemand da ist, den man fragen könnte? Marko Zotschew hat für diese Situation eine ungewöhnliche Empfehlung bereit: Reden Sie doch mit einem imaginären Gesprächspartner! Was im echten Wald kaum klappt, kann im Dschungel der Informationen prima funktionieren. Indem Sie "Harvey", einem imaginären Kollegen, z.B. Ihren ersten Konzeptentwurf erklären, gewinnen Sie selbst Klarheit über den wesentlichen Gedankengang und erkennen schnell Lücken oder Denkfehler. An einem einfachen Beispiel zeigt der Autor auf, wie Harvey Ihnen in komplexen Situationen helfen kann.
von Dr. Georg Angermeier
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Lastenheft und Pflichtenheft bilden gemeinsam den Grundstein eines Projekts. Der Auftraggeber beschreibt im Lastenheft, was er will, der Auftragnehmer im Pflichtenheft, wie er es macht. Die korrekte Erstellung von Lastenheft und Pflichtenheft fördert einen reibungslosen Projektverlauf und reduziert somit die Projektrisiken. Viele Projektverantwortliche wissen aber nicht, nach welchen Kriterien sie diese Dokumente erstellen sollen. Dr. Georg Angermeier gibt Orientierung und beschreibt in seinem Artikel die Erstellung des Pflichtenhefts als Antwort auf das Lastenheft.
von Dr. Georg Angermeier
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Wozu noch einen Projektstrukturplan (PSP) erstellen, wenn ohnehin alles klar ist? So denkt mancher kreative Praktiker und schreitet hemdsärmelig zur Tat. Doch wer sich nur auf seine Intuition verlässt, macht solides Ressourcen-Management, Kostenschätzung und Terminplanung unmöglich. Ein einfacher methodischer Ansatz, um diesem Problem zu begegnen, ist die Verwendung von Mind Mapping zur Kreativarbeit im Team und die Erstellung des Projektstrukturplans aus den erarbeiteten Ergebnissen. Dr. Georg Angermeier zeigt in diesem Artikel Schritt für Schritt, wie Sie dabei vorgehen können.
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