Management by Delegation

Management by Delegation wird im deutschsprachigen Raum meist mit dem sogenannten Harzburger Modell gleichgesetzt. Dieses geht jedoch über MbD hinaus und umfasst auch Elemente des Management by Exception und Management by Objectives.

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MbD beruht auf der klaren Definition von Aufgabenbereichen in Einheit mit den dazu erforderlichen Kompetenzen und der daraus resultierenden Verantwortung. Delegation bedeutet in diesem Sinne, dass jeder Mitarbeiter bzw. jede Organisationseinheit die ihr übertragenen Aufgabenbereiche selbstverantwortlich durchführt, ohne die übergeordnete Ebene in Anspruch zu nehmen. Ziel ist die Entlastung von Führungspersonen, die Reduzierung des Overheads und die Erhöhung der Verantwortungsbereitschaft der Mitarbeiter.

An Vorteilen lässt sich für MbD anführen:

  • Die Definition von Aufgabenbereichen und Stellenbeschreibungen schafft Transparenz
  • Die Kompetenz der Mitarbeiter wird optimal genutzt
  • Die Dezentralisierung der Entscheidungsbefugnisse (Subsidiaritätsprinzip) beschleunigt Prozesse und erhöht ihre Qualität
  • Die Führungsebenen können schlanker gestaltet werden
Reines MbD führt aber auch zu Problemen:
  • Die Zusammenarbeit der Mitarbeiter und Organisationseinheiten wird nicht ausreichend gefördert
  • Die Stabilität gegenüber Fehlern ist nicht ausreichend
  • Die Erfordernisse einer professionellen Personalführung werden nicht berücksichtigt
  • Das System tendiert zu bürokratischer Überregulierung
Grundsätzlich kann MbD mittlerweile als allgemein anerkanntes Führungsprinzip angesehen werden, das keiner besonderen Erwähnung mehr bedarf. In der Regel wird es um weitere Führungsprinzipien ergänzt, wie z.B. Management by Objectives, um die oben angeführten Probleme zu verhindern.

Dieser Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 10.06.2002.
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