Quality Gate

Quality Gates sind Meilensteine im Projektablauf, bei denen anhand vorher definierter Erfüllungskriterien über die Freigabe des nächsten Projektprozesses entschieden wird. Formalisiert sind sie im Vorgehensmodell des sog. Stage-Gate(R) Prozesses.

Kriterien und Freigabeprozess eines Quality Gates müssen spätestens zu Beginn der jeweiligen Phase verbindlich vereinbart werden. Am besten geschieht dies bereits zu Projektbeginn.

Am jeweiligen Phasenende entscheidet ein geeignetes Gremium, z.B. der Lenkungsausschuss, im Rahmen eines Projektreviews, ob das Projekt das "Tor" zur nächsten Phase passieren darf, oder ob Verbesserungen erforderlich sind.

Ziel dieser Controlling-Methode ist die Risikominimierung und die Erhöhung der Prognosezuverlässigkeit. Durch das nachgewiesene Erreichen der Ergebnisse entsteht ein gesicherter Rückzugspunkt bei erforderlichen Neuplanungen. Gleichzeitig werden zu optimistische Schätzungen (90%-Syndrom) vermieden.

Zu viele Quality Gates wirken jedoch behindernd auf den Projektfortschritt. Bei ihrer Festlegung muss daher sorgfältig darauf geachtet werden, dass sie den Projektablauf nicht unnötig verzögern.

Relevante Beiträge im Projekt Magazin
von Christoph Pfister
2 Bewertungen
4.5
1 Kommentar
Der Produktentstehungsprozess (PEP) ist im Maschinen- und Anlagenbau erfolgsentscheidend dafür, dass Neuentwicklungen und kundenspezifische Produktentwicklungen termin- und kostengerecht durchgeführt werden können. Christoph Pfister schildert am Beispiel der BAUER Maschinen GmbH die Entwicklung und Einführung eines unternehmensspezifischen PEP. Ausführlich beschreibt er dabei die Phasen und Quality Gates, die dafür sorgen, dass der PEP sowohl die Entwicklungsrisiken reduziert als auch die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens steigert.
von Walter Plagge
7 Bewertungen
3
2 Kommentare
Phasenmodelle sollen im Projektmanagement eigentlich dafür sorgen, dass Geschäftsführungen und Auftraggeber bewusste Entscheidungen über Fortsetzung oder Abbruch eines Projekts treffen können. In der Praxis vieler Unternehmen werden die Gate-Meetings vor Beginn einer neuen Phase aber auf reine Informations- und Kontrollveranstaltungen reduziert, meint Walter Plagge. Er plädiert deshalb dafür, sich wieder auf die ursprüngliche Idee von Phasen und Gates zu besinnen: der strukturierten, effizienten und risikobewussten Entscheidungsfindung, ein Projekt sinnvoll fortzuführen, umzugestalten oder abzubrechen.
von Dr. Jörg Storm
2 Bewertungen
5
0 Kommentare
Wo Menschen aus unterschiedlichen Kulturen zusammenarbeiten, bestehen besondere Anforderungen an alle Projektbeteiligten. Vor allem die unterschiedlichen Vorstellungen von Projektmanagement sowie mangelnde Sprachkenntnisse verursachen Probleme. Grundvoraussetzung für den Projekterfolg ist deshalb, dass die Projektleitung diese Anforderungen kennt und entsprechend handelt. Jörg Storm, der umfangreiche Erfahrung in internationalen Großprojekten sammelte, zeigt in seinem Beitrag typische Problemfelder eines multikulturellen Umfelds auf.
Tech Link