22
Feb 2017
Meilenstein – Der Projektmanagement-Blog

Fairness zahlt sich aus – auch im Projektmanagement!

"Die schönste Frucht der Gerechtigkeit ist Seelenfrieden."
Epikur von Samos (341 v. Chr. - 270 v. Chr.),
griechischer Philosoph

sicher standen Sie auch schon mal im Autobahnstau auf einer Abbiegespur und ärgerten sich darüber, dass sich ein anderer Autofahrer nicht hinten einordnete, sondern bis ganz vor fuhr und sich dann hineindrängelte. Auf Kosten der anderen Wartenden verschaffte dieser Fahrer sich einen unfairen Vorteil.

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Was im Straßenverkehr als flegelhaft bewertet wird, kann aber in Projekten durchaus als selbstverständlich angesehen werden: So nennen viele Stellenanzeigen als Anforderung für Projektmanager die Eigenschaft "durchsetzungsstark". Ist damit gemeint, dass man ruhig auch mal zu unfairen Mitteln greifen soll, solange es nur dem Projekt nützt? Z.B. noch nicht benötigte Ressourcen blockieren, um sie genau dann zur Verfügung zu haben, wenn man sie braucht? Oder Dummy-Positionen in die Projektkalkulation einbauen, um mehr effektives Projektbudget zu haben?

Dr. Ulrich Wiek gibt uns in seinem Beitrag "Wie Sie den fairen Umgang miteinander schon beim Projektstart fördern" zunächst einiges zu denken: Was heißt "gerecht" für jeden von uns? Brauchen wir "Spielregeln" im Projekt und über das Projekt hinaus? Ist der Faire der Dumme oder zahlt sich Fairness auf Dauer aus?

Wiek plädiert nicht nur vehement für Fairplay in der Projektarbeit, sondern gibt ganz konkrete Anleitungen, wie Sie als Projektleiterin oder Projektleiter mit Ihrem Team ein gemeinsames Verständnis von Fairness entwickeln und dieses in ganz konkrete Regeln umsetzen können. Denn langfristig zahlt sich Fairness aus, schließlich wird unfaires Verhalten stets mit gleicher Münze zurückgezahlt. Aber den größten persönlichen Nutzen von Fairness hat bereits der griechische Philosoph Epikur vor über 2300 Jahren formuliert: "Die schönste Frucht der Gerechtigkeit ist Seelenfrieden."

Viel Vergnügen beim Lesen und beim Fairplay wünschen Ihnen
Petra Berleb und das Team des Projekt Magazins

Bisher gibt es 2 Kommentare
oh, oh, dieses Editorial hat wohl eine Nicht-Autofahrerin geschrieben? Bis ganz nach vorne - also bis zur Streckenverengung - vorfahren, ist tatsächlich das vorgeschriebene Verhalten laut § 7 Abs. 4 StVO, heisst Reißverschluss-Verfahren...
vor 26 Wochen 15 Stunden Sofie Jannusch
Nun, da liegt ein kleines Missverständnis vor: Die beschriebene Sitation ist nicht die Zusammenführung zweier Spuren, wo das Reißverschlussverfahren gilt. Beschrieben wird vielmehr die Situation, dass der Stau auf der Ausfahrt / Abbiegespur vorliegt (diese kann natürlich auch zwei- oder mehrspurig sein) und ein Autofahrer auf der freien Fahrspur der anderen(!) Richtung am Stau vorbeifährt und sich dann erst kurz bevor die Spuren sich trennen hineindrängelt. Das hat mit Reisßverschlussverfahren nichts zu tun. Dieses Verhalten ist selbstverständlich verkehrsrechtlich erlaubt (solange die Linie noch gestrichelt ist), aber erhöht das Unfallrisiko, verschlimmert den Stau und wird von den Wartenden natürlich als "unfair" empfunden.
vor 26 Wochen 14 Stunden Angermeier
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