Kleiner Aufwand – große Wirkung Feedback und Lob: einfache Führungswerkzeuge für den Projektalltag

Kleiner Aufwand – große Wirkung Feedback und Lob: einfache Führungswerkzeuge für den Projektalltag

Projektleiter üben ihre Führungsfunktion unter erschwerten Bedingungen aus. Sie führen nicht "das Team",sondern jeden einzelnen Mitarbeiter. In der Theorie wird ein an die Situation angepasster und auf jeden Mitarbeiter individuell zugeschnittener Führungsstil verlangt, im Projektalltag aber bleibt für die Mitarbeiterführung meist nur wenig ZeitZeitZeit ist eine der zentralen Steuerungsgrößen des Projektmanagements und bildet neben Kosten und Leistungsumfang im sog. Magischen Dreieck einen der drei Eckpunkte. Mittlerweile sind Qualität, Risiko und Nutzen als weitere Steuerungsgrößen etabliert. Je nach Projektart ist der Faktor Zeit besonders kritisch, z.B. im Veranstaltungsmanagement oder bei Wartungs- und Instandhaltungsprojekten.. Deshalb sind Führungswerkzeuge gefragt, die einfach und wirkungsvoll in der Projektarbeit eingesetzt werden können. Zwei dieser Werkzeuge sind Feedback und Lob. Sie werden häufig unterschätzt, dabei erzeugen sie mit kleinem AufwandAufwandAufwand (Projektmanagement) ist die Menge aller monetär quantifizierbaren Eingangsgrößen in ein Projekt, in ein Programm, in ein Projektportfolio oder in einen Teil eines Projekts. eine große Wirkung und benötigen nicht viel Vorbereitung.

Motivationsfaktor: gut dosiertes Lob

Wann haben Sie Ihre Projektmitarbeiter zuletzt gelobt? Haben Sie sie überhaupt schon einmal gelobt? Erhalten Sie selbst gelegentlich lobende Anerkennung von Ihrem Vorgesetzten oder Projektleiter? Im Normalfall vermutlich nicht, denn Lob gehört in der Regel nicht zum Arbeitsalltag und ist auch im Projektleben nur selten zu finden. Und selbst wenn Lob tatsächlich einmal verteilt wird, kommt es beim Empfänger oft nicht an. Andererseits verliert Lob seine Wirkung, wenn Menschen ständig gelobt werden: Unbegründetes, lediglich aus Pflichtbewusstsein verteiltes Lob wird schnell durchschaut. Es mag seltsam klingen, doch Loben will gelernt sein.

Beispiel für falsches Loben

Ein junger Teammitarbeiter hat den ersten Teil seines Arbeitspakets schnell und einwandfrei erledigt, dem Projektleiter die Erledigung sofort per E-Mail mitgeteilt und darüber hinaus einen guten Vorschlag für die weitere Vorgehensweise vorgelegt. Der Projektleiter ist mit dem Mitarbeiter hoch zufrieden und spricht ihn darauf an, als er ihn in der Kantine trifft. Dabei erklärt er ihm außerdem, dass für den noch ausstehenden Teil vermutlich weniger Zeit zur Verfügung steht als erwartet. Am Ende des Gesprächs überträgt er dem Mitarbeiter eine kleine Aufgabe.

Stellen Sie sich vor, Sie wären der junge Mitarbeiter. Nach dem Gespräch in der Kantine gehen Sie vermutlich an Ihren Arbeitsplatz zurück mit der Sorge, den nächsten Teil des Arbeitspakets nicht zu schaffen. Außerdem haben Sie Ihre neue Aufgabe im Kopf, mit der Sie nicht gerechnet hatten. Und das Lob? Das ist zwischen den anderen Informationen untergegangen. Vielleicht betrachten Sie es sogar lediglich als freundliche Hinführung zu den Nachrichten, die Ihnen danach überbracht wurden, und nehmen es deshalb nicht ernst.

Wenn Sie ein Lob aussprechen und eine möglichst gute Wirkung erzielen möchten, sollten Sie folgende Regeln beachten:

Beispiel für richtiges Loben

Der Projektleiter fragt seinen Mitarbeiter bei ihrem zufälligen Treffen in der Kantine nur kurz, ob er anschließend in seinem Büro sein wird. Nach dem Essen sucht er ihn an seinem Arbeitsplatz auf, wo die beiden ungestört reden können. Er spricht das gute Arbeitsergebnis an, danach die schnelle Rückmeldung, die er von ihm erhalten hat. außerdem teilt er ihm mit, dass ihm der Vorschlag zur weiteren Vorgehensweise sehr gut gefallen hat und er ihn vermutlich realisieren wird. Am Schluss sagt er dem Mitarbeiter kurz, dass er dessen Arbeitseinsatz sehr schätzt, und erwähnt, wie sehr ihn das bei seiner Projektarbeit unterstützt. "Machen Sie weiter so!" beschließt er das Gespräch und verlässt das Büro.

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