IPMA Delta

IPMA-Delta® ist ein Projektmanagement-Reifegradmodell, das auf den drei Perspektiven Individuen, Projekte und Organisation basiert. Zweck von IPMA-Delta ist das Assessment von Organisationen hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit, Projekte effizient und effektiv durchzuführen.

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Die Zertifizierung nach IPMA-Delta ist seit Oktober 2012 verfügbar. Das Ergebnis der Zertifizierung ist, wie auch bei anderen Reifegradmodellen, die Einstufung der Organisation auf einer fünfstufigen Skala: "initial", "defined", "standardised", "managed", "optimising". Der wesentliche Unterschied zu anderen Reifegradmodellen besteht bei IPMA-Delta darin, dass es in drei Modulen aus unterschiedlichen Perspektiven die Organisation analysiert und bewertet.

Perspektive Individuen

Obwohl es sich bei IPMA-Delta um ein Reifegradmodell handelt, das eine Organisation beurteilt, betrachtet es auch deren Schlüsselpersonen und bewertet ihre Qualifikation zur Durchführung von Projekten. Dies ist zum einen berechtigt, da Projekte stets von Personen geleitet und umgesetzt werden, zum anderen ist es Zweck von IPMA-Delta auch Ansatzpunkte für die weitere Optimierung des Reifegrads zu identifizieren. Die Fortbildung der Mitarbeiter einer Organisation in Projektmanagement ist hierzu ein wichtiger Beitrag. Grundlage für das Assessment aus der Perspektive Individuen ist die IPMA Individual Competence Baseline.

Perspektive Projekte

Während die Projektmanagement-Kompetenz der Mitarbeiter ein Treiber für den Reifegrad ist, stellt die Qualität des Projektmanagements der real durchgeführten Projekte die zentrale Ergebnisgröße dar. Deshalb bewertet IPMA-Delta auch das Projektportfolio der Organisationseinheit. Hierzu dient das Project Excellence Model, das Grundlage für den Deutschen Project Excellence Award der GPM ist.

Perspektive Organisation

Das zentrale Kriterium zur Beurteilung des Reifegrads ist die Ausrichtung der Aufbau- und der Ablauforganisation auf die Erfordernisse des Projekt-, Programm- und Portfoliomanagements. Für diese Perspektive entwickelte die IPMA die sog. Organisational Competence Baseline (OCB), die im Oktober 2014 verabschiedet wurde.

Dieser Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 17.06.2016.
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