Kostensummenlinie

Die Kostensummenlinie ist eine Visualisierung der kumulierten Kosten eines Projekts im Zeitverlauf. Eine Kostensummenlinie kann Plankosten oder Istkosten zeigen. Sie entsteht aus der Aufsummierung der Werte eines Kostenhistogramms pro Planungseinheit zu den Zeitpunkten im Zeitstrahl.

In der Earned Value Analyse werden Kostensummenlinien für die aufgelaufenen Plankosten (Planned Value) und Istkosten (Actual Cost) verwendet. Sie visualisieren die Kostenentwicklung im Projekt und dienen als Vergleich für die Entwicklung des Earned Values (Fertigstellungswert).

Kostensummenlinie in der IPMA ICB4®

In der IPMA ICB4® wird die Kostensummenlinie in drei verschiedenen Typen (anfangsverteilt, gleichverteilt, endverteilt) definiert, die sich auf Plankosten bezieht und durch Aufsummierung des Kostengangs nach diesen drei Verteilungsprinzipien zu den einzelnen Zeitpunkten des Zeitstrahls entsteht. Sie dient als Informationsquelle für den Finanzmittelbedarf des Projekts und die Kostenkontrolle.

Kostensummenlinie (Cost Baseline) im PMBOK® Guide Sixth Edition

Der PMBOK® Guide Sixth Edition definiert die Cost Baseline, die die budgetierten Plankosten der Arbeitspakete kumuliert auf dem Projektzeitstrahl zeigt und als Basis für das Kostenmonitoring und die Kostenkontrolle im Projekt dient. Diese Cost Baseline entspricht der Kostensummenlinie auf Plankostenbasis und ist Bestandteil des Earned Values Measurement Systems (früher Earned Value Analysis). Der Endpunkt der Cost baseline wird als Budget at Completion (BAC) bezeichnet.

Relevante Beiträge im Projekt Magazin
von Cornelia Niklas
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Die Istkosten im Projekt richtig zu erfassen, fällt vielen Mitarbeitern nicht leicht – besonders wenn im Unternehmen nur selten Projekte durchgeführt werden. Fehlerhafte und fehlende Buchungen gehören zum Projektalltag. Häufig müssen die grundlegenden organisatorischen Voraussetzungen und ein durchgängiges Erfassungssystem erst noch geschaffen werden. Wie ein Projektleiter die Weichen hierfür stellt und welche Regeln Projektmitarbeiter bei der Zuordnung von Kosten zu einem Projekt befolgen sollten, zeigt Cornelia Niklas im vierten Teil ihrer Artikelserie.
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Es kommt immer wieder vor, dass Projektleiter den Kostenplan für ihr Projekt reduzieren sollen. Max L. J. Wolf erklärt in seinem Tipp, wo man – abhängig von der Projektart - den Rotstift am besten ansetzt und wie man Schritt für Schritt vorgeht, um konkrete Einsparungspotenziale zu finden.
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Projektcontrolling trägt dazu bei, auftretende Risiken frühzeitig zu erkennen und ist somit ein unverzichtbarer Bestandteil des Projektgeschäfts. Für ein effektives und effizientes Controlling ist die Unterstützung durch ein geeignetes IT-System notwendig. Viele Unternehmen setzen hierfür SAP R/3 ein. Wolfgang Tersteegen erläutert in seinem Beitrag Erfolg versprechende Methoden des Projektcontrollings sowie ihre praktische Umsetzung mit dem SAP-System. Zum leichteren Verständnis des Artikels sind grundlegende Kenntnisse von SAP R/3 von Vorteil.
von Dieter Schiecke
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Im ersten Teil dieses Beitrags wurden am Beispiel einer Halbjahres-Auswertung Techniken vorgestellt, um mit Microsoft Excel eine Liste von Projektkosten nach unterschiedlichen Kriterien auszuwerten. Oft ist es jedoch nicht erwünscht, Veränderungen direkt in der Datenbasis vorzunehmen. In diesem zweiten Teil zeigt Dieter Schiecke, wie Sie die Kosten in separaten Arbeitsblättern, getrennt nach Projekt, Monat und Kostenart auswerten und mit aussagekräftigen Diagrammen ergänzen können. Zusätzlich werden Pivot-Tabellen verwendet, um die Auswertungen flexibel darzustellen.
von Dieter Schiecke
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Wenn es in Projekten um die Untersuchung der Kosten geht, führt auch beim Einsatz ausgefeilter Projektmanagement-Software kaum ein Weg an Microsoft Excel vorbei. Dieter Schiecke erläutert in seinem Beitrag am Beispiel einer Halbjahresauswertung, mit welchen Techniken und Funktionen Sie in Microsoft Excel komprimierte, übersichtliche und punktgenaue Auswertungen zu den Projektkosten erstellen können. Im ersten Teil erfahren Sie, wie Sie eine Liste mit Projektkosten nach Projekten, Monaten bzw. Kostenarten auswerten und dabei mit Filtern, der Gliederungsfunktion und der Anzeige von Teilergebnissen arbeiten. Teil 2 beschreibt, wie Sie prägnante Übersichten und aussagekräftige Diagramme Ihrer Daten in einem gesonderten Arbeitsblatt erzeugen. Diese Form der Auswertung eignet sich vor allem für umfangreiche Übersichten und Präsentationen.
von Jürgen Wedelstaedt
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Dieser Artikel beschäftigt sich mit den Grundlagen des Kosten- und Termincontrollings. Nach einer Übersicht über mögliche Abweichungen im Rahmen der Termin-, Kapazitäts- und Kostenplanung lernen Sie grundlegende Instrumente des Kosten- und Termincontrollings kennen. Denn: Ohne eine zielorientierte und systematische Planung und Überwachung von Terminen und Kosten haben Projekte nur eine geringe Erfolgschance!
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