Road Map

Streng genommen ist "Road Map" ein überflüssiger Begriff, da mit "Ablaufplan", "Ereignisknoten-Netzplan", "Kritischer Pfad" und den diversen Netzplanbegriffen eigentlich alle Aspekte der zeitlichen Abfolge von Vorgängen exakt beschrieben sind.

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Dennoch findet er weite Verbreitung und kann gewissermaßen als "Vulgärbezeichnung" des Ereignisknoten-Netzplans (bzw. Meilenstein-Netzplans) dienen.

Die Analogie zu einer Straßenkarte soll ausdrücken, dass eine klar beschriebene Lösung vorliegt, wie ein Zustand A in einen Zustand B überführt werden kann. Die Mühe, den Weg zu beschreiten und tatsächlich von A nach B zu kommen, übernimmt der Plan jedoch nicht. Den Projektbeteiligten wird damit symbolhaft die eigene Verantwortung für den Projektfortschritt vermittelt.

Gerade bei komplexen und lange andauerenden Projekten ist die Erstellung einer "Road Map" sehr sinnvoll, um allen Projektbeteiligten einen schnellen Überblick über die entscheidenden Projektstationen zu vermitteln. Besonders bewährt sie sich auch gegenüber dem Management und dem Lenkungsausschuss, die nur den auf die wesentlichsten Fakten reduzierten Projektplan benötigen.

Eine "Road Map" erhält man in der Regel aus dem kritischen Weg, den man auf die zentralen Meilensteine mit genau definierten Zwischenergebnissen reduziert. Optimal ist es, wenn man diese Meilensteine mit wichtigen Ereignissen der Linienorganisation (Berichtszeitpunkte, Vorstandssitzungen o.ä.) synchronisieren kann, da dies die intuitive Wahrnehmung des Zeitablaufs erhöht.

Die visuelle Aufbereitung der "Road Map" und ihre dauerhafte Präsentation z.B. im Projektbüro unterstützt die bewusste Wahrnehmung des Projekts im operativen Geschäft. Beispielsweise kann die Road Map als Zeitpfeil mit einem roten Markierungspunkt, der den aktuellen Fortschritt kennzeichent, als langformatiges Plakat im Besprechungsraum beständig auf das geschäftsentscheidende Projekt aufmerksam machen.

Dieser Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 09.06.2003.
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