Ereignis

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Ein Ereignis ist in der Netzplantechnik ein Ablaufelement, das durch nur eine Zeitangabe definiert ist und somit keine Dauer hat.

 

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Ein Ereignis ist in der Netzplantechnik ein Ablaufelement, das durch nur eine Zeitangabe definiert ist und somit keine Dauer hat.

 

Im NetzplanNetzplanEin Netzplan modelliert einen Ablauf mit Hilfe von Knoten, die Vorgänge oder Ereignisse darstellen, und Pfeilen, die Anordnungsbeziehungen darstellen. Die DIN 69900:2009.1: "Projektmanagement – Netzplantechnik: Beschreibungen und Begriffe" bezeichnet auch eine tabellarische Darstellung eines Ablaufs als Netzplan. Somit sind auch Balkenplan oder eine Vorgangstabelle Netzpläne. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden aber meist nur nicht-zeitskalierte Ablaufpläne (Vorgangsknoten- oder Ereignisknotennetzpläne) als " Netzplan " bezeichnet. werden Ereignisse durch Knoten dargestellt. Ein Netzplan, der im Wesentlichen nur die Ereignisse und ihre Anordnungsbeziehungen darstellt, heißt Ereignisknoten-Netzplan (EKN). Die bekannteste Form des Ereignisses ist der Meilenstein (Schlüsselereignis), der nur aus Meilensteinen bestehende EKN dementsprechend Meilenstein-Netzplan oder kurz Meilensteinplan. Für die auf Managementsicht reduzierte Form des Meilensteinplans hat sich der Begriff "Road MapRoad MapStreng genommen ist "Road Map" ein überflüssiger Begriff, da mit "Ablaufplan", "Ereignisknoten-Netzplan", "Kritischer Pfad" und den diversen Netzplanbegriffen eigentlich alle Aspekte der zeitlichen Abfolge von Vorgängen exakt beschrieben sind." eingebürgert.

Im Wesentlichen gibt die Zeitauflösung der Terminplanung die Unterscheidung zwischen Vorgängen und Ereignissen vor. Vorgänge, deren Dauern kürzer als die Zeitauflösung der Terminplanung sind (z.B. ein Arbeitstag) sind demzufolge Ereignisse.

Beispielsweise kann die AbnahmeAbnahmeDie Abnahme ist die Bestätigung des Auftraggebers an den Auftragnehmer, dass dieser das vereinbarte ↑Werk spezifikationsgerecht erstellt hat und damit seinen Teil des Werkvertrags erfüllt hat. eines Projektergebnisses aus einem Vorgang, der mehrtägigen AbnahmeprüfungAbnahmeprüfungDie Abnahmeprüfung ist eine Qualitätsprüfung zum Zweck der Abnahme eines Werks . Sie findet innerhalb des Abnahmeprozesses statt., und einem damit verknüpften Ereignis, der Unterzeichnung des Abnahmedokuments, bestehen. Die Abnahmeprüfung kann dann in ihrer Dauer variieren, ebenso die Zeitspanne zwischen Abnahmeprüfung und der vertragswirksamen Ausfertigung des Abnahmedokuments (z.B. weil aus formellen Gründen noch eine zweite Unterschrift benötigt wird). Aber der eigentliche Akt der Abnahme bleibt auf diese Weise stets ein Ereignis, dessen Dauer unterhalb der Zeitauflösung der Terminplanung bleibt.

Ereignisse dienen in der NetzplantechnikNetzplantechnikNetzplantechnik dient zur grafischen Modellierung von zeitlichen Abläufen und zur Erstellung von Terminplänen. Sie beruht auf der mathematischen Graphentheorie . Elemente der Netzplantechnik sind Knoten und als Pfeile dargestellte Anordnungsbeziehungen zwischen den Knoten. auch zur Abbildung von zeitlichen RandbedingungenRandbedingungenDie Randbedingungen eines Projektes sind die vom Projektumfeld vorgegebenen Bedingungen, die bei der Projektplanung nicht beeinflussbar sind und daher als gegebene Größen verwendet werden müssen.. So kann z.B. ein fest vereinbarter Abgabetermin durch ein kalendarisch fixiertes Ereignis im Netzplan eingetragen werden. Mit der VorwärtsrechnungVorwärtsrechnungDie Vorwärtsrechnung bestimmt ausgehend von einem gesetzten Startpunkt eines Prozesses (Projekts) den Endzeitpunkt desselben. Dabei werden gemäß ihrer Anordnungsbeziehungen alle Vorgänge und Ereignisse von Prozessbeginn an mit ihren jeweiligen Dauern, Zeitabständen, Pufferzeiten usw. im zutreffenden Kalender nacheinander eingetragen. sieht man dann sofort, wie groß die Pufferzeit zur Einhaltung dieses Termins noch ist bzw., um wie viel man hierzu den Terminplan verdichten muss.

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