TRIZ

TRIZ ist eine Methode, um Probleme systematisch zu lösen und Innovationen zu erzeugen.

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Als Erfinder von TRIZ gilt der sowjetische Ingenieur Genrikh Saulovich Altshuller (1926-1998), der durch die Analyse zahlreicher Patentschriften 40 innovative Prinzipien identifizierte, mit denen sich – dies ist die These von Altshuller – alle Innovationen kategorisieren lassen. Zu diesen innovativen Prinzipien zählen z.B. das Zerlegen eines Objekts, das Brechen von Symmetrien oder der Einsatz einer flexiblen und dünnen Hülle.

Das Akronym TRIZ steht für einen russischen Ausdruck, der übersetzt "Theorie des erfinderischen Problemlösens" lautet (engl.: "Theory of Inventive Problem Solving" = TIPS). TRIZ dient dementsprechend dazu, ein technisches Problem zu lösen. Typisch sind dabei Probleme, die sich durch einen scheinbar unlösbaren Widerspruch auszeichnen.

Ein sehr einfaches Beispiel hierfür ist das Problem eines Elektrokleingeräts, das zusammen mit der Batterie verkauft werden soll, damit der Benutzer es sofort verwenden kann. Wenn die Batterie bereits ins Gerät eingesetzt ist, besteht die Gefahr, dass sich die Batterie durch unabsichtliches Einschalten entlädt oder sogar durch Auslaufen das Gerät beschädigt. Es gibt zwei Möglichkeiten, dies zu verhindern: Die Batterie kann separat verpackt werden, dies entspricht dem Prinzip der Zerlegung, oder zwischen einem Batteriepol und dem Gerätekontakt wird eine Folie platziert, die der Anwender von außen leicht herausziehen kann (Einsatz einer flexiblen und dünnen Hülle).

MATRIZ, die internationale Organisation für TRIZ, zertifiziert Anwender in fünf Stufen. Die höchste Stufe ist das Zertifikat "TRIZ Master". Weltweit gibt es derzeit (2013) rund 8.000 zertifizierte TRIZ-Spezialisten (Level 1 bis 5).

Dieser Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 12.07.2013.
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