15
Nov 2017
Meilenstein – Der Projektmanagement-Blog

Weniger ist manchmal doch genug!

"Auf Überflüssiges verzichten zu können, ist immer ein Gewinn."
Ernst Ferstl (*1955),
österreichischer Lehrer, Dichter und Schriftsteller

Die paradoxe Redewendung "weniger ist mehr" ist längst zu einem geflügelten Wort geworden. In gewisser Weise stellt sie den Grundgedanken von Lean Project Management dar, sieht dieses doch das optimale Ausbalancieren von Auslastung (Effizienz) und Geschwindigkeit bzw. Flexibilität als die Grundherausforderung im Projektmanagement an.

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Wie Sie genau diese Balance finden können, beschreibt Joachim Pfeffer in seinem Beitrag "Mehr Gewinn durch weniger Effizienz?". Weder in Projekten noch in Unternehmen führe eine maximale Ressourcenauslastung zu den besten Ergebnissen, denn bereits eine kleine, unvorhergesehene Aufgabe bedeute ein Umpriorisieren und Liegezeiten von anstehenden Aufgaben. Anschaulich zeigt der Autor anhand von Rechenbeispielen auf, wie eine geringere Auslastung zu einer höheren Effizienz führt und gibt Tipps zu möglichem Einsparpotenzial.

Diese Tipps fand ich beim Lesen sehr logisch und überzeugend, in der täglichen Arbeit ertappe ich mich dennoch immer wieder dabei, trotz hoher Auslastung zu viel gleichzeitig zu wollen. Für alle, denen es ähnlich geht wie mir, hält Joachim Pfeffer auf der PM Welt 2018 in München zwei interaktive Vorträge zum einen über die WSJF-Metrik, mit der Sie Backlogs priorisieren und zum anderen über die FORDEC-Methode, um selbst unter Zeitdruck bessere Entscheidungen zu treffen.

Viel Spaß beim Lesen und Reduzieren der Auslastung wünschen Ihnen
Petra Berleb und das Team des Projekt Magazins

Bisher gibt es 3 Kommentare
“Weniger ist mehr” wurde nicht nur
auf die Ressorcenauslastung und das
Ressourcenmanagement angewandt,
Sondern auch auf die Kreativität von Teams
und Individuen. Gut zusammenarbeitende Teams
werden be Ressourcenknappheit durchaus innovativer
Geniale Ingenieure wie Diesel wollten weniger verschwenderische
Motoren bauen, Hoch innovative Unternehmen wie Wittenstein das effizientere Getriebe
Beide gingtganz andere Wege, die lang und riskant waren
In Ländern wie Indien entstehen frugale Innovationenvon denen andere profitieren und auch Start-ups die weniger gut ausgestattet sind erreichen erstaunliche Ergebnisse liefern neue Optionen
Aber das Weniger-ist mehr hat auch eine sehr hässliche Seite, die darin besteht dass Menschen ausgebeutet werden, dass unethische Führung erfolgt oder unethische Geschäftsbeziehungen
Insofern darf der Grundsatz nicht unreflektiert vermittelt werden
Es kommt sehr darauf an wie der Kontext ist und welche ethischen Regeln gelten
Ein schlagendes Beispiel für Weniger-ist-Mehr
Berlin ist berüchtigt für die immer teurer werdende Verschiebung seines BER
Weniger bekannt ist, dass trotzdem der Umfang
des Luftverkehrs gewaltig gestiegen ist
Wie war das möglich?
Ganz einfach: durch sehr sparsame Zusatzbauten
Sie fliegen in Berlin-Tegel in vielen Fällen gar nicht
Mehr von der Haupthalle ab, sondern von neu gebauten einfachen Hallen
Wie zB der Halle C - wenn es nach Mallorca geht oder anderen Ferienorten
Zu meiner Professur in Oslo fliege ich in Schönefeld von der Halle E ab also auch nicht vom Hauptgebäude
Alle diese Provisorien sind unkompliziert gebaut und genehmigt worden
Zelte statt Paläste
Warum nicht auch im BER - nur etwas radikaler?
Wir lassen die große Mall BER einfach mal ungenutzt und fliegen schon mal von neuen Hallén X Y Z
Berlin ist arm - aber sexy
Wagt doch endlich mal eine frugale Innovation
Fliegt einfach los von neuen simplen Hallen
Liefert Nutzen für die Berliner und Brandenburger Bürger und Wrlöse
Und steigert damit Wohlstand Arbeitsplätze und Vertrauen in die Politik
Das wäre eine ganz andere Alternative für Deutschland
Es gibt nichts Gutes außer man tut es!
Keine weiteren Spruchblasen mehr sondern einfach nur das Naheliegende machen weil ein Bürgermeister für seine Bürger was unternehmen soll
Es kommt nicht auf das Haupt-Gebäude an, sondern aufs Fliegen
vor 1 Woche 13 Stunden Prof Dr Dr hc Hans Georg Gemünden
Sehr geehrter Herr Prof Dr Dr hc Hans Georg Gemünden,
Ihr Kommentar in aller Ehren ...
Der Artikel hat den Titel: "Weniger ist manchmal doch genug!"
Ich hätte mir daher gewünscht, dass auch Kommentare dies beherzigen.
Ihr Text ist viel zu wissenschaftlich, der letzte Satz hätte m. E. auch gereicht.
Nix für ungut :-)
vor 1 Woche 5 Stunden RaCh
Bei meinem Beispiel vom BER habe ich einen Grundsatz der Portfoliosteuerung angewandt
Konzentration auf das Wesentliche
Wenn die Unternehmer diesen Grundsatz beherzigen und das Wesentliche
aus den Anforderungen der wichtigsten Stakeholder ableiten also zB
Kundinnen und Mitarbeiterinnen dann hilft das Ressourcen effektiv einzusetzen
Und die Politiker sollten den Stakeholder Bürgerinnen ernst nehmen
vor 1 Woche 6 Stunden Hans Georg Gemuenden
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