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PMF 2003, DIN 69901-5:2009-01

Finanzmittel

Finanzmittel sind Ressourcen, die zur Deckung der in einem Projekt entstehenden Kosten dienen. Erst die Verfügbarkeit von Finanzmitteln (z.B. durch Anweisung auf ein für das Projekt reserviertes Konto) gewährleistet die Liquidität des Projekts. Die Definition oder Genehmigung eines Projektbudgets ist noch nicht gleichbedeutend mit dem Vorhandensein von Finanzmitteln. Ggf. kann z.B. eine Zwischenfinanzierung der Projektarbeit durch Kredite erforderlich sein - die dadurch entstehenden Finanzierungskosten müssen ebenfalls im Budget berücksichtigt werden.

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Die nicht mehr gültige DIN 69903:1987 (Kosten und Leistung, Finanzmittel) kannte zwar 18 Begriffe, die den Begriff "Finanzmittel" enthalten, aber ihn selbst definierte sie nicht. Die Autoren der neuen DIN 69901-5:2009 übernahmen die in diesem Glossar vorgeschlagene Definition von Finanzmittel als: "Buchhalterisch oder bilanztechnisch erfassbare Geldmengen, die zur Kostendeckung von Vorgängen, Arbeitspaketen oder Projekten benötigt werden. Finanzmittel werden stets in Währungseinheiten beschrieben und können für einen Zeitpunkt oder einen Zeitraum disponiert werden."

Dafür entfielen aber nahezu alle anderen Begriffe der DIN 69903:1987 bei der Erstellung der DIN 69901-5 wie z.B. Projektkostenart oder Kostenstruktur.

Im ProjektManager wird der Begriff "Finanzmittel" definiert durch: "Geldmittel, die zur Vergütung von Sach- und Dienstleistungen verfügbar beziehungsweise nötig sind." An dieser Definition erscheint problematisch, dass sie die Finanzmittel nicht zur Projektstruktur in Bezug setzt und die Abgrenzung zu den Kosten nicht klärt.

Finanzmittel können z.B. sein:

  • Eigenmittel des projektausführenden Unternehmens
  • Kredite
  • Honorarzahlungen des auftraggebenden Unternehmens
  • Erträge des Projektes (z.B. Verkauf von Produkten oder Dienstleistungen)
  • Fördermittel der öffentlichen Hand oder anderer Fördergeber

Dieser Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 21.08.2009.
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