Projektleistungsbewertung

Unternehmen führen Projekte durch, um Gewinn zu erwirtschaften. Dieser Gewinn kann bei Projekten für einen externen Auftraggeber unmittelbar durch die Differenz von erzielten Einnahmen und entstandenen Kosten ermittelt werden. Bei internen Projekten oder Produktentwicklungsprojekten ist die Ermittlung des erzielten Gewinns weitaus komplexer, da z.B. der Wert des entwickelten Produkts, der erzielte Nutzen oder der Geldwert eines Patentes bestimmt werden muss.

Die DIN 69903 benennt diesen Vorgang "Projektleistungsbewertung" und definiert ihn als: "Feststellen des Geldwertes der im Rahmen des Projektes erbrachten Sach- und Dienstleistungen unter Berücksichtigung der entstandenen Kosten, unternehmens- bzw. projektspezifischer Gesichtspunkte sowie der einschlägigen Rechtsvorschriften, z.B. Handels- und Steuerrecht."

Die Projektleistungsbewertung setzt also sowohl eine vollständige Nachkalkulation des Projekts (entstandene Kosten) also auch eine pekuniäre Bewertung der Projektergebnisse voraus. Sie ist damit das Pendant zur Nutzwertanalyse, die vor Projektbeginn das wirtschaftliche Projektergebnis prognostiziert. Das Verhältnis vom mit der Projektleistungsbewertung bestimmten Geldwert zum vorausgesagten Nutzwert kann als Maßzahl für den Projekterfolg betrachtet werden.

Neben dem erzielten Geldwert ist ebenso die Termintreue des Projektes zu berücksichtigen.

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