Prognose

Die gesamte Projektplanung beruht auf Annahmen und Prognosen. Die Machbarkeit des Projektziels, die Aufstellung der Arbeitspakete, die Aufwandsschätzung und die gesamte Risikoanalyse beruhen auf Prognosen.

Genauso beruht die Frage nach der Rentabilität eines Projektes auf einer Prognose über Kosten für das Projekt und mögliche Erträge aus den Projektergebnissen.

Im wesentlichen beruhen alle Prognosen auf den drei Elementen:

  • Erfahrungswissen
  • Expertenschätzung
  • Szenarien
Erfahrungswissen erlaubt, verbunden mit Hochrechnungen, die zuverlässigste Möglichkeit der Prognose. Allerdings versagt es naturgemäß überall da, wo neue Wege beschritten werden, für die es noch keine Erfahrungen geben kann. Hier geben Expertenschätzungen einen gewissen Orientierungsrahmen, allerdings zeigt die Realität immer wieder, dass die Unsicherheit in diesen Aussagen enorm sein kann. Mit Hilfe von "Wenn-Dann-Szenarien" schließlich können Entwicklungswege vorweggenommen und die Bandbreite der Möglichkeiten aufgezeigt werden.

Im Laufe des Projektfortschrittes steigt das Wissen über den tatsächlichen Projektverlauf beständig an, Prognosen könnten also fortgeschrieben werden und den Projektverlauf immer präziser vorhersagen. Allerdings wird darauf meist verzichtet, da bei positivem Projektverlauf keine Notwendigkeit gesehen wird und bei negativem Projektverlauf die Projektleitung den Projektabbruch befürchtet.

Eine primitive Variante der laufenden Prognose ist in der Earned Value Analysis enthalten: Die Berechnung des Schedule Performance Index und des Cost Performance Index erlaubt die Prognose über die voraussichtlichen Projektkosten und den voraussichtlichen Endtermin.

Relevante Beiträge im Projekt Magazin
von Dr. Marty Schmidt
4 Bewertungen
3
0 Kommentare
Ein Business Case soll zukünftige finanzielle Ergebnisse prognostizieren. Allerdings beruhen die Einschätzungen und Prognosen auf Annahmen, die sich jederzeit ändern können. Damit die Leser beurteilen können, wie sicher oder unsicher die Ergebnisse der vorgestellten Modellrechnungen sind, benötigt der Autor Hilfsmittel wie die Sensitivitätsanalyse. Dr. Marty Schmidt und Johannes Ritter beleuchten im letzten Teil dieser Serie, warum diese sowie die Risikoanalyse für einen Business Case wichtig sind. Abschließend zeigen sie, worauf es bei der Erstellung der Schlussfolgerungen und Empfehlungen ankommt, damit der Business Case eine vollständige Entscheidungsgrundlage liefert.
von Dr. Marty Schmidt
5 Bewertungen
3.8
1 Kommentar
Ein Business Case soll die Frage nach den finanziellen Konsequenzen eines Vorhabens beantworten. Aus diesem Grund müssen die Daten und Analysen, auf die sich der Business Case stützt, objektiv dargestellt werden. Nur so können die Leser die Argumentationen und abschließenden Empfehlungen nachvollziehen. Dr. Marty Schmidt und Johannes Ritter zeigen im dritten Teil dieser Serie, wie Sie mit einer Cashflow-Rechnung die betriebswirtschaftlichen Auswirkungen eines Projekts präsentieren können und was es bei der Analyse der Ergebnisse zu beachten gilt. Sie berücksichtigen dabei auch die Darstellung nicht monetär erfassbarer Nutzeffekte.
von Dr. Marty Schmidt
7 Bewertungen
3.714285
0 Kommentare
Ein Business Case muss glaubwürdig sein, damit ihn seine Leser akzeptieren. Dies kann der Autor erreichen, indem er die Annahmen und Methoden beschreibt, die zu den Ergebnissen des vorgelegten Business Cases führen. Dr. Marty Schmidt und Johannes Ritter beschreiben im zweiten Teil dieser Serie, wie Sie für die Leser eines Business Cases nachvollziehbar die Zuverlässigkeit der Daten sowie die Plausibilität der Prognosen begründen. Dies ist die Grundlage dafür, dass die im nächsten Teil der Serie behandelte Präsentation der betriebswirtschaftlichen Ergebnisse die Adressaten überzeugt.
von Martin Sedlmayer
34 Bewertungen
3.764705
3 Kommentare
In welche Richtung wird sich das Projektmanagement in der Zukunft entwickeln? Was müssen Unternehmen tun, um ihre guten Projektleiter zu halten? Wird sich die Zertifizierung der IPMA oder des PMI durchsetzen? Diese und weitere Fragen stellte sich Martin Sedlmayer, zertifizierter Projektdirektor und Unternehmensberater. Er befragte Senior Projektleiter, Projektportfoliomanager und Führungskräfte aus der DACH-Region. Aus ihren Antworten leitete er zwölf Prognosen über die Zukunft des Projektmanagements ab.
von Cornelia Niklas
8 Bewertungen
4.5
0 Kommentare
Eine Portfoliobewertung gibt einen Überblick über die Projekte im Unternehmen und ermöglicht es, für das operative Controlling Schwerpunkte festzulegen. Im dritten Teil ihrer Serie über Projektcontrolling zeigt Cornelia Niklas, wie ein so genanntes Attraktivitätsportfolio erarbeitet und analysiert werden kann. Dieses stellt den geplanten Beitrag der Projekte zu den wirtschaftlichen und strategischen Zielen des Unternehmens dar.
von Ignatz Schels
2 Bewertungen
3
2 Kommentare
Eine flexible Projektplanung bietet die Möglichkeit, Plandaten zu variieren und mit Alternativen zu arbeiten - eine wichtige Voraussetzung, um Risiken früh zu erkennen und abzuwehren. Standard-Projektmanagementsoftware ist für solche Aufgaben nicht immer optimal ausgerüstet, da der Fokus hier meist auf dem Vergleich zwischen "Plan" und "Ist" liegt. Mit Microsoft Excel lassen sich hingegen Planszenarien in allen Ausprägungen definieren. Ignatz Schels zeigt in seinem Beitrag, wie Sie mit Microsoft Excel ein Projektportfolio aufsetzen und dieses mit Formularelementen, Matrixfunktionen und anderen nützlichen Techniken analysieren und auswerten.
von Dr. Martin Kärner
5 Bewertungen
3.4
0 Kommentare
Wer explodierende Kosten, überzogene Termine oder schlechte Produktqualität vermeiden will, kommt an einer wirksamen Controllingstruktur nicht vorbei. Nur so können Auftraggeber und Projektleitung den Projektverlauf im Griff behalten. Eine solche Struktur lässt sich auch in kleinen Projekten mit wenig Aufwand einrichten. Dr. Martin Kärner beschreibt in seinem Beitrag, was ein wirksames Controlling bringt und wie es aufgebaut werden kann.
von Dr. Georg Angermeier
17 Bewertungen
4.29412
0 Kommentare
International kaum beachtet, fristet die Meilenstein-Trendanalyse (MTA) ein bescheidenes Dasein in einigen deutschen Lehrbüchern und Schulungsunterlagen. Zu Unrecht, denn diese Methode zur Überwachung des Zeitplans ist einfach anzuwenden und gibt einen Überblick über die wesentlichen Stationen des Projekts. Für Präsentationszwecke eignet sie sich besonders gut, da sie die Informationsflut auf die entscheidenden Aussagen reduziert. Dr. Georg Angermeier beschreibt in seinem Beitrag das praktische Vorgehen bei der MTA und zeigt anhand verschiedener Beispiele, welche Warnsignale Sie beim Kurvenverlauf beachten sollten. Das mitgelieferte Microsoft Excel-Beispiel gibt eine Anregung, wie Sie die Kurven ansprechend darstellen können.
von Petar Milenkovic
1 Bewertung
1
0 Kommentare
Gesättigte Märkte, rezessive Marktlagen und der zunehmende Wettbewerb auf globaler Ebene: Diese Faktoren verleihen strategischen Komponenten großer Projekte eine ganz neue Bedeutung. Der geschickte Umgang mit dem Thema Strategie wird künftig entscheidend dafür sein, ob Unternehmen es schaffen, sich Marktanteile zu sichern und sie auszuweiten. Petar Milenkovic benennt wichtige Erfolgsfaktoren für strategische Innovationen. Er erklärt, auf welche Weise sich Missgeschicke bei der Planung strategischer Projekte vermeiden lassen und wie Unternehmen solche Projekte aufsetzen.
von Alexander H. Kogler
1 Bewertung
4
0 Kommentare
Sie wollen wissen, wie attraktiv ein potentielles Kundenprojekt ist und welches finanzielle Risiko Sie damit eingehen? Die notwendigen Informationen liefert Ihnen eine projektbezogene Zahlungsstromrechnung. Alexander Kogler stellte die Grundlagen des Instruments in Teil 1 vor. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie es in den einzelnen Projektphasen als Entscheidungshilfe, als Controllinginstrument und als wichtige Informationsquelle für zukünftige Projekte nutzen können.
von Torsten Pritz
1 Bewertung
5
0 Kommentare
Aufgabe des strategischen Projektmanagements ist es, Unternehmensziele in operativ handhabbare Teile aufzugliedern und Prioritäten für die Durchführung zu setzen. Gerade wenn mehrere Projekte geplant werden müssen, kommt der Abschätzung des Zeit- und Kostenaufwandes für das einzelne Projekt eine besondere Bedeutung zu, da der Einsatz knapper Ressourcen möglichst effizient zu erfolgen hat. Nur sehr eingeschränkt kommen bisher allerdings in Projektorganisationen bewährte Prognoseverfahren zum Einsatz, obwohl sich gerade hierdurch Unsicherheiten in der strategischen, prä-operativen Projektplanung stark reduzieren lassen. Autor ist Torsten Pritz von der Pcubed GmbH.
von Hedwig Kellner
10 Bewertungen
4.3
0 Kommentare
Es gibt keine Schätzmethode, die treffsichere Ergebnisse von Aufwand- und Kostenschätzungen garantiert, denn vielfältige Einflüsse wirken sich auf eine Projektkalkulation aus. Hedwig Kellner gibt Tipps, wie Projektschätzer mögliche Risiken rechtzeitig erkennen können. Eine Checkliste zum Ausdrucken dient als Orientierungshilfe, damit Sie bei Ihren Schätzungen keine wichtigen Einflussfaktoren vergessen.
Alle relevanten Beiträge anzeigen
Tech Link