Target-Preis

Die Honorierung einer Projektleistung nach dem Target-Preis-Modell stellt eine Mischung von Festpreis und Aufwandsvergütung dar. Sie legt darüber hinaus bis zu einem gewissen Grad die Kalkulation des Auftragnehmers gegenüber dem Auftraggeber offen. Ziel dieses Modells ist es, die unterschiedlichen Interessen von Auftragnehmer und Auftraggeber bei der Projektabwicklung zu einer Win-Win-Situation zu führen.

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Für die Projektleistung wird zwar ein Sollpreis (Target-Preis) vereinbart, der auf einer Aufwandskalkulation des Auftragnehmers beruht. Abgerechnet wird aber nach Aufwand. Wenn der Auftragnehmer es schafft, unterhalb des vereinbarten Sollpreises zu bleiben, wird die Differenz zwischen Sollpreis und tatsächlichem Aufwand nach einem vereinbarten Schlüssel geteilt. Der Auftragnehmer wird dadurch für die effizientere Leistungserbringung belohnt und der Auftraggeber bleibt unter den eingeplanten Kosten für die bestellte Leistung. Beide Seiten haben dadurch ein Interesse, die Projektabwicklung möglichst effizient zu gestalten.

Für den Fall einer Überschreitung des geplanten Aufwands wird eine Senkung des Stunden- oder Tagessatzes für den restlichen Aufwand vereinbart. Diese Senkung kann unterschiedlich gestaltet sein. Beispielsweise kann sie von der Überschreitung des Target-Preises oder der Terminüberschreitung abhängen. Auch eine absolute Begrenzung nach oben ist denkbar.

Dieser Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 21.03.2003.
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