Projektvergleichstechnik

Projektvergleichstechnik ist gemäß von Wasilewski die "systematische, rechnerische Nutzung der Daten abgeschlossener Projekte" und ist damit "Teil des Wissensmanagements der Projektwirtschaft". Von Wasilewski führt als Anwendungsgebiete die Trend-Ermittlung, Benchmarks und Prognosen an (Erwin v. Wasielewski: Projektvergleichstechnik, Köln 2003).

Erläuterungen und Kommentar

Die von v. Wasielewski entwickelte Methodik der Projektvergleichstechnik zeichnet sich durch ein äußerst differenziertes Analyse- und Bewertungsmodell aus. Die Basis der Projektbewertung ist eine detaillierte Zielstruktur (Kostenziel, Terminziel, Objektziel, Qualitätsziel) mit jeweils entsprechenden Basismerkmalen und Gewichtungen. Die Bewertung eines abgeschlossenen Projekts wird dann in der "Projektgüte" ausgedrückt, die sich aus zwei Basiskennzahlen, der "Schwere" und der "Einhaltung" ermittelt.

Die grundsätzliche Aufarbeitung und Darstellung des Themas "Projektbewertung" durch v. Wasielewski ist zwar in sich konsistent und überzeugend, findet aber in der Praxis keine Anwendung. Gründe hierfür sind zum einen wohl die komplexe und nur mühsam nachvollziehbare Darstellungsart der an sich einfachen Zusammenhänge durch den Autor. Zum anderen scheint das Interesse von Trägerorganisationen an einer Projektbewertung und einem Benchmarking bisher sehr gering zu sein.

Sobald Projektportfoliomanagement an Bedeutung gewinnt und dabei insbesondere die Optimierung der durch Projekte erzielten Rendite in das Bewusstsein von Unternehmensverantwortlichen kommt, könnte der Ansatz von v. Wasielewski hierfür einen relevanten Beitraäge leisten.

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