Six Sigma

Six Sigma ist ein Rahmenkonzept des Qualitätsmanagements. Die Namensgebung beschreibt die Zielvorgabe, die unvermeidbare Variation (in der Statistik wird diese mit dem griechischen Buchstaben "sigma" bezeichnet) in der Qualität des Produktes so zu reduzieren, dass sie nur noch ein sechstel der erlaubten Abweichung beträgt. Dies bedeutet, dass auf 1 Million Produkte (oder Dienstleistungen) nur noch 3 bis 4 Fehler auftreten dürfen.

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Entwickelt wurde Six Sigma in den Jahren 1986/87 bei Motorola mit dem Ziel, den Qualitätsvorsprung der japanischen Industrie aufzuholen. Größeren Bekanntheitsgrad erreichte Six Sigma, als es bei General Electric 1996 zur verbindlichen Qualitätsstrategie erhoben wurde.

Die Charakteristika der Six Sigma-Methode sind:

  • Das Vorgehen bei Verbesserungsprojekten ist verbindlich in der Reihenfolge "Define - Measure - Analyse - Improve - Control" (DMAIC-Prozess) vorgegeben.
  • Die Durchführung von Six Sigma-Projekten wird von speziell ausgebildeten Beratern (sog. Black Belts) in Vollzeit betreut. Im Prozess stehende Verantwortliche werden mit einem Schulungsprogramm in Six Sigma eingeführt und sind in Teilzeit am Projekt beteiligt (sog. Green und White Belts).
  • Entscheidungskriterium über die Durchführung von Projekten und ihre Beurteilung ist ausschließlich die erzielte Kostenreduktion.
  • Der Einsatz von Six Sigma muss als strategische Vorgabe und Selbstverpflichtung der Unternehmensleitung erfolgen.
  • Six Sigma verwendet ausschließlich bewährte und effiziente Werkzeuge zur Qualitätsverbesserung, setzt diese aber bis zur letzten Konsequenz ein.
  • Schwerpunkt liegt auf der statistischen Analyse von Prozessen, Prozessergebnissen und Fehlerursachen.
  • Entscheidendes Qualitätsmaß ist die Erfüllung der Kundenanforderungen.

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Dieser Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 11.12.2001.
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