Top-Down

"Top-down" (in etwa: "von oben nach unten") bedeutet im Management entweder "vom Allgemeinen zum Detail" oder "vom Vorstand an die Mitarbeiter".

Top-Down

"Top-down" (in etwa: "von oben nach unten") bedeutet im Management entweder "vom Allgemeinen zum Detail" oder "vom Vorstand an die Mitarbeiter".

Innerhalb des Projektmanagements ist zu unterscheiden, ob sich "top-down" auf die Planung oder die Durchführung bezieht.

Top-Down-Planung

Bei der Top-Down-Planung legt der Auftraggeber Inhalte, Budgets oder Termine als Rahmen des Projekts fest, ohne dass einzelne Details bereits ausgearbeitet sind. Die Projektplanung strukturiert dann diese groben Vorgaben bis hinab zu einzelnen Werken (Lieferobjekten, Produkten), Kostenpositionen und Vorgängen. Der Vorteil dieser Herangehensweise ist, dass die Planung exakt auf bestimmte Zielgrößen hin erfolgen kann. Der Nachteil besteht darin, dass die Ergebnisse der detaillierten Planungen in Widerspruch zu den Vorgaben stehen können und es keine einfache Lösungsmöglichkeit für diese Widersprüche gibt.

In den meisten Fällen sind entweder Kosten- oder Terminvorgaben unverrückbar von oben vorgegeben. Um diese Vorgaben einhalten zu können, werden dann Umfang und Qualität des Projektergebnisses entsprechend reduziert.

Die umfassendste Art der Top-Down-Planung liegt vor, wenn ein Unternehmen Projektportfoliomanagement und Programm-Management betreibt und konsequent an der Unternehmensstrategie ausrichtet. Beispielsweise wird der Vorstand eines Unternehmens dann das Gesamtbudget aller Projekte auf strategische Töpfe (z.B. Produktentwicklung, Marketing) verteilen und so "top-down" die Ausrichtung der Projektarbeit steuern.

Top-Down-Umsetzung

Die Top-Down-Umsetzung eines Vorhabens bedeutet, dass zunächst die oberste Führungsebene mit der Umsetzung beginnt und dann nach und nach die darunter liegenden Hierarchiestufen der Unternehmensorganisation hinzukommen. Diese Vorgehensweise ist typisch für Organisationsentwicklungsprojekte. Die Einführung eines neuen Managementsystems (z.B. für Qualitätsmanagement oder Projektmanagement) kann erfahrungsgemäß nur top-down erfolgen. Beispielsweise ist die Beteiligung und Unterstützung des Top-Managements unbedingte Voraussetzung, um den Projektmanagement-Reifegrad eines Unternehmens steigern zu können.

Vorschaubild

Die Projektarbeit nimmt zu, der Einsatz von Agilität in vielen Unternehmen auch. Doch welche Kompetenzen braucht eine Führungskraft, die parallel unterschiedlich agile Teams führen soll und wie erwirbt sie diese?

Vorschaubild
Entwickeln Sie systematisch aus dem Projektstrukturplan eine Schätzung für die Aufwände, Dauern und Kosten im Projekt!
Vorschaubild

Die Basler Versicherungen Schweiz haben vor etwa fünf Jahren die gesamte IT auf eine agile Arbeitsweise umgestellt.

Vorschaubild

Was sind Projekte, was ist Projektmanagement, was ist agiles Projektmanagement? Hier erhalten Sie einen komprimierten Überblick über die wichtigsten Inhalte, Themen, Methoden und Begriffe des Projektmanagements.

Unlocked Content
Thumbnail

Zu den wichtigen Aufgaben zu Projektbeginn gehört die Kostenkalkulation. Bei kleinen und mittleren Projekten erfordert diese keine spezielle Software – eine einzige, übersichtlich nach Arbeitspaketen gegliederte Tabelle, z.B.

Vorschaubild
Planning Poker, Team Estimation Game, Delphi-Methode, PERT-3-Punkt-Schätzung, Bottom-up/Top-Down-Schätzung oder doch Kristallkugel? Prognosen für Kosten und Arbeitszeiten sind unverzichtbar z.B. für Angebote oder Business Cases. Wenn Sie dabei keine Fehler machen wollen, lesen Sie dieses Spotlight!
Vorschaubild
Teil 1:
Den Workshop sorgfältig vorbereiten

Effiziente und selbstorganisierte Teams können nicht top-down zusammengestellt werden. Nur die Teams selbst wissen, wie sie am besten zusammenarbeiten.

Vorschaubild

Die Arbeitswelt verändert sich und mit ihr die Art und Weise, wie wir in Teams und über Projekte hinweg kommunizieren: New Work und selbstorganisierte Projektteams erfordern eine neue Art der Kommunikation.

Erläuterungen und Kommentar

Zu den originären Aufgaben einer Unternehmensführung, eines Portfoliomanagements oder eines Auftraggebers zählt es, Vorgaben für Inhalt, Aufwand und Endtermin eines Projekts zu machen. Der Top-Down-Ansatz ist somit der notwendige Ausgangspunkt einer Projektplanung. Ein Projekt vollständig top-down zu planen, erscheint hingegen nahezu unmöglich. Für die Schätzung von Aufwänden und Dauern müssen die jeweiligen Spezialisten herangezogen werden, es ist also auch ein Informationsfluss "bottom-up" erforderlich.

In der Praxis stellt sich daher immer die Frage, wie eine Synergie von top-down und bottom-up herbeigeführt werden kann. Üblich sind hierfür zwei Lösungsansätze:

  • Definition von Strukturebenen bis zu denen ausschließlich entweder top-down oder bottom-up gilt.
  • Definition von Abstimmungsprozessen im Übergangsbereich zwischen top-down und bottom-up.

Wenn wir die unternehmensweite Vorhabenstruktur insgesamt betrachten, so müssen mindestens die strategischen Töpfe des Projektportfoliomanagements top-down vorgegeben werden. Es ist kaum vorstellbar, dass die unteren Hierarchieebenen diese Vorgaben in Frage stellen. Vielleicht ist es auch sinnvoll, die Budgets von Programmen von oben festzusetzen. Auf der untersten Ebene der Vorhabenstruktur stehen hingegen einzelne Arbeitsschritte oder Vorgänge, deren Planung ausschließlich bottom-up erfolgen kann. Es hätte keinen Sinn, wenn ein Projektleiter den Tagesablauf seiner Mitarbeiter planen würde.

Für den Überschneidungsbereich von top-down und bottom-up, der in etwa von Vorgangs- bis zur Projektebene reicht, werden üblicherweise gegenläufige Prozesse von Delegation und Eskalation eingesetzt. Explizit für das Projektmanagement definiert sind diese Prozess bei PRINCE2: Die jeweils höhere Ebene (z.B. der Lenkungsausschuss) gibt der unteren Ebene (z.B. dem Projektmanager) Sollgrößen und Toleranzen vor (z.B. einen gewünschten, einen frühest möglichen und einen spätest möglichen Termin). Eine Ebene hat innerhalb der gesetzten Toleranzen freien Handlungsspielraum, muss aber unverzüglich absehbare Toleranzüberschreitungen eskalieren.

Vorschaubild

Produkte, von denen die Kunden begeistert sind, in möglichst kurzer Zeit zu entwickeln, ist für viele Unternehmen ein wichtiges Ziel. Doch welche Tools oder Prozesse eignen sich dafür?

Vorschaubild
Reduzieren Sie Komplexität schnell und einfach, indem Sie Ihr Projekt in Phasen einteilen. Sie erhalten eine übersichtliche, grafische Darstellung des zeitlichen Projektverlaufs und können diese als Basis für detailliertere Planungsschritte verwenden.
Vorschaubild

Ad hoc, bereichsübergreifend und quer zur Hierarchie: Als flexible und schnelle Form der Zusammenarbeit erlaubt Kollaboration, komplexe Fragestellungen mit hoher Geschwindigkeit zu lösen.

Unlocked Content

Mit einem Projektstart-Workshop erhalten Sie nicht nur eine belastbare und von allen Teammitgliedern akzeptierte Grobplanung. Er stärkt auch die Motivation des Teams und beschleunigt die Teamentwicklung.

Was bedeutet Top-Down?

"Top-down" (in etwa: "von oben nach unten") bedeutet im Management entweder "vom Allgemeinen zum Detail" oder "vom Vorstand an die Mitarbeiter". Innerhalb des Projektmanagements ist zu unterscheiden, ob sich "top-down" auf die Planung oder die Durchführung bezieht.

➜ Weitere Informationen

Was ist die Top-Down-Planung?

Bei der Top-Down-Planung legt der Auftraggeber Inhalte, Budgets oder Termine als Rahmen des Projekts fest, ohne dass einzelne Details bereits ausgearbeitet sind. Die Projektplanung strukturiert dann diese groben Vorgaben bis hinab zu einzelnen Werken (Lieferobjekten, Produkten), Kostenpositionen und Vorgängen.

➜ Weitere Informationen

Was ist die Top-Down-Umsetzung?

Die Top-Down-Umsetzung eines Vorhabens bedeutet, dass zunächst die oberste Führungsebene mit der Umsetzung beginnt und dann nach und nach die darunter liegenden Hierarchiestufen der Unternehmensorganisation hinzukommen.

➜ Weitere Informationen

Was ist der Unterschied zwischen der Top-Down-Planung und der Top-Down-Umsetzung?

Bei der Top-Down-Planung legt der Auftraggeber die Ziele des Projekts fest. Die Details arbeitet der Projektleiter jedoch mit den Projektmitarbeitern aus. Bei der Umsetzung eines Projekts nach dem Top-Down-Prinzip beginnt die Führungsebene mit der Durchführung. Erst nach und nach nimmt sie die darunterliegenden Hierarchielevel dazu.

➜ Weitere Informationen

Bewertungen

Diese Funktion steht nur eingeloggten Nutzern zur Verfügung.
Gesamt
Bewertungen 65
Kommentare 0