08
Dec 2017
Meilenstein – Der Projektmanagement-Blog

7 einfache Rezepte für weniger Stress

Jeder der erfolgsorientiert arbeitet und etwas erreichen will, hat manchmal unangenehmen Stress – das gehört dazu, sagen Sie sich jetzt. Richtig! Aber mit Stress ist es wie mit vielen Dingen: Alles ist eine Frage der Dosis. Lesen Sie hier, mit welchen konkreten Methoden Sie Stress erfolgreich reduzieren und mehr aktive Gelassenheit in Ihr Leben lassen. Achtung: Fragen Sie sich nicht "kenne ich das schon?" Denn auch wenn Sie etwas kennen, bedeutet das nicht, dass es Ihnen hilft. Ihre Frage sollte vielmehr lauten: "Mache ich es schon?"

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Nutzen Sie die 2-2-2-Methode

Entspannen Sie sich drei Mal am Tag für einen jeweils machbaren Zeitraum: morgens 2 Minuten, 2 Minuten in der Mittagspause und abends 2 Minuten. Suchen Sie sich dazu einen ruhigen Ort, schließen die Augen und lenken Sie die Aufmerksamkeit auf Ihre Atmung. Fragen Sie sich: "Wie atme ich?". So können Sie den Tag in Ruhe und kraftvoll beginnen, kommen mittags runter und können abends bestens abschalten.

Wählen Sie ein Zitat als Wochenmotto

…um sich immer wieder vor Augen zu führen, dass Sie Stress am besten gar nicht erst aufkommen lassen sollten. Drucken Sie sich jede Woche ein Zitat aus und legen es dorthin, wo Sie es tagsüber immer wieder sehen. Auf diese Weise werden Sie bestens daran erinnert, was Sie sich vorgenommen haben. Viele Beispiele für Zitate finden Sie leicht, wenn Sie bei Google die Suchbegriff "Zitat" und "Stress" eingeben. Oder Sie probieren es mit diesen Beispielen:

  • "Der Gelassene nutzt seine Chancen besser als der Getriebene." (Thornton Wilder)
  • "Man kann nicht 2 Ziele mit einem Pfeil treffen." (Arabisches Sprichwort)
  • "Die Dinge sind nie so, wie sie sind. Sie sind immer so, wie man sie macht." (Jean Anouilh)

Erholen Sie sich aktiv!

Viele Menschen kommen nach der Arbeit mit dem Gefühl "ich bin alle" nach Hause und fühlen sich dann nur noch in der Lage, "nichts mehr zu tun". Das artet dann zu oft in Fernsehschauen aus. Tatsächlich können sich Menschen allerdings am besten erholen (und abschalten), wenn Sie einer leichten, freudvollen Tätigkeit nachgehen. Anstatt den Fernseher anzuschalten, können Sie spazieren gehen, ein Buch lesen, Freunde treffen, Schwimmen gehen, uvm. Durch die geistige und / oder körperliche Aktivität schalten Sie besser ab und kommen in eine gute Stimmung (siehe dazu auch den Beitrag "Stress – wie er entsteht und wie Sie ihn bewältigen").

Bearbeiten Sie Ihre E-Mails erst nachmittags

Wenn Ihr Erfolg nicht davon abhängt, wie schnell Sie antworten (wie im Kundenservice), dann probieren Sie das Gegenteil von dem, was die allermeisten Menschen tun: Die allermeisten fangen ihren Arbeitstag damit an, ihre E-Mails zu beantworten. Das ist fatal! Denn morgens sind die meisten Menschen am kreativsten und haben die größte Energie.

Daher ergibt es Sinn, diese Kreativität und Energie für Kundenkontakt (z.B. Angebotsverfolgung oder Neukundenakquise), wichtige interne Gespräche und für das Lösen von Problemen zu verwenden. Ihre E-Mails bearbeiten Sie dann nachmittags. Sie werden sehen, dass Sie dann dafür immer noch genug Energie haben – auch weil Sie am Vormittag bereits die größten Brocken des Tages aus dem Weg geräumt haben (für weitere Tipps zum Thema siehe den Beitrag "Mit der WO-Methode die E-Mail-Flut im Griff")!

Gehen Sie lästige Aufgaben zügig an!

Jeder hat Aufgaben, zu denen es sich schwer aufraffen lässt. Doch oft sind lästige Aufgaben auch wichtige Aufgaben, die darüber entscheiden, ob Sie Erfolg haben. Lästige Aufgaben fallen Ihnen schwer, weil Sie mit ihnen irgendwas Unangenehmes verknüpfen(siehe dazu auch den Beitrag "5 Tipps, um offene Aufgaben endlich anzugehen").

Probieren Sie den "Emotions-Sprung": Stellen Sie sich vor, wie es sein wird, wenn Sie die Aufgabe erledigt haben. So verknüpfen Sie positive Gefühle – wie Stolz, Erleichterung und Freude darüber, die Aufgabe gelöst zu haben – mit der Aufgabe und diese fällt Ihnen leichter.

Außerdem hilft es auch, "einfach mal anzufangen", also für einen Augenblick die Gesamtaufgabe aus den Augen zu lassen und sich nur auf die ersten kleinen Schritte zu konzentrieren. Sie kennen das selbst: "Wenn ich erstmal angefangen habe...".

Vermeiden Sie die 3 größten Sünden im Zeitmanagement

  1. Sie nehmen sich zu viel vor (in 8 Stunden schaffen Sie keine Arbeit, die 12 Stunden dauert).
  2. Sie stellen sich keine Ziele, Prioritäten und Tagespläne auf (sondern arbeiten aus dem Bauch an den Dingen, die gerade anliegen).
  3. Sie können partout nicht Nein sagen; sondern sagen zu allem Ja, auch wenn Sie lieber Nein sagen würden (siehe dazu auch den Beitrag "Freundlich 'Nein' sagen – so geht's")


Der erste Schritt zur Veränderung ist die Einsicht: Beobachten Sie sich daher ab heute eine Woche lang, ob und wie oft Sie diese Zeitsünden begehen.

Führen Sie ein Erfolgstagebuch

In dieses tragen Sie abends all das ein, was Ihnen tagsüber gut gelungen ist. Denn schwer lösbare Herausforderungen und Probleme bleiben uns viel länger im Gedächtnis, weil wir auf sie mehr Zeit und Energie verwenden. Hier heißt es selbst Balance zu schaffen, in dem Sie sich ganz bewusst vor Augen führen, was Ihnen gut gelungen ist.

Vielleicht denken Sie jetzt, "eine nette Idee" – haben aber nicht vor, diese Technik umzusetzen. Damit verpassen Sie eine der wertvollsten Methoden, das Leben aktiv und bewusst zu gestalten. Probieren Sie es wenigstens 30 Tage aus – und sehen dann selbst, wie gut Ihnen das tut! (siehe dazu auch den Beitrag "Das Erfolgstagebuch: Motivieren, Wissen managen und vieles mehr")

Mit Hilfe dieser 7 Tipps vermeiden Sie Überforderung, gewinnen einen klaren Kopf und treffen die richtigen Entscheidungen (für weitere Tipps gegen Stress siehe den Beitrag "Mit aktiver Gelassenheit dem Stress trotzen").

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