Schwarmintelligenz für die Projektarbeit nutzen

5 Empfehlungen, die Projektleiter vom Silicon Valley lernen können

Die Kreativität fließt und neue Ideen führen zu innovativen Produkten in Rekordzeit – eine reine Wunschvorstellung? Nutzen Sie die im Silicon Valley längst gelebte Schwarmintelligenz, kommen Sie dieser Vorstellung zumindest nahe. Cornelia Wüst zeigt Ihnen fünf Prinzipien, mit denen Sie die Intelligenz Ihres Teams zielgerichtet einsetzen.
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Künstliche Intelligenz, Big Data und Digitalisierung haben einen gemeinsamen Ursprung: Das Silicon Valley in Kalifornien, einer der wichtigsten IT-Standorte weltweit. Revolutionär ist auch die Geschwindigkeit, mit der die Menschen hier arbeiten: Von der Idee bis zum fertigen Produkt vergehen gerade einmal sechs Wochen. Möglich wird dies u.a. durch das immense Risikokapital in Höhe von jährlich etwa 15 Milliarden US-Dollar, das in die Start-Ups investiert wird. Doch viel wichtiger für den Erfolg der Unternehmen ist das Mindset der Mitarbeiter und die Art der Zusammenarbeit. Die Unternehmen nutzen u.a. die sog. Schwarmintelligenz.

Kennen Sie das, dass sich Leute in sozialen Netzwerken bei Fragen und Problemen gerne an die "Liebe Schwarmintelligenz" wenden? Von einer Bitte um einen günstigen Restauranttipp in Paris reichen die gestellten Fragen bis hin zu komplexen Problemen z.B. mit Webbrowsern oder technischen Geräten. Schwarmintelligenz können und sollten Sie auch in Ihren Projekten nutzen.

Schwarm: Mit der Intelligenz aller das Ziel erreichen

Schwarmintelligenz ist die Basis, um Kundenbedarfe besser zu antizipieren, neue Geschäftsfelder schneller zu erschließen und Produkteinführungszeiten zu verkürzen. In Zeiten der digitalen Transformation ist es wichtig, sich auf sein Team verlassen und vom Wissen aller profitieren zu können. Allerdings funktioniert dies aus eigener Erfahrung nur, wenn die Zusammenarbeit im Schwarm auf folgenden Prinzipien basiert:

  1. Freiwilligkeit
  2. Autonomie bzw. Selbstorganisation
  3. Diversity
  4. End-to-End-Verantwortung
  5. Überschaubarer Umfang

1. Freiwilligkeit

Wie erfolgreiche Start-Ups zeigen, tragen kleine, selbstorganisierte Teams zu einer erhöhten Wertschöpfung im Unternehmen bei – vorausgesetzt, die Mitarbeiter haben einen Rahmen, in dem sie ohne Druck und Kontrolle freiwillig ihre jeweiligen persönlichen Stärken einbringen können.

Warum? Zum einen, weil niemand gegen seinen Willen mehr Leistung bringt als nötig (Freiwilligkeit). Genau dieses Mehr ist aber notwendig, damit sich Menschen öffnen und Ideen fließen. Unterstützt wird dies durch Freiräume – beispielsweise Spaziergänge oder ein kreatives Arbeitsumfeld, in dem neue Perspektiven möglich sind. Dazu sollten sich Projektleiter und Team von der Vorstellung lösen, Mitarbeiter seien nur dann produktiv, wenn sie möglichst viel Zeit im Büro verbringen. Vielmehr brauchen sie Rückzugsorte, wo sie alleine oder gemeinsam mit Kollegen Ideen entwickeln und austauschen können. Dies kann ein spezieller Raum sein oder der Kicker im Flur, an dem sich die Kollegen zum kurzen Spiel treffen. Durch diese kurze Auszeit vom Arbeitsalltag fließen Gedanken und Ideen leichter. Weiterer Pluspunkt: Der abteilungsübergreifende Austausch ist hier informeller und damit einfacher.

2. Autonomie bzw. Selbstorganisation

Kreativität entfaltet sich meist abseits des Tagesgeschäfts. Das Team braucht deshalb entsprechend Frei-Raum und Frei-Zeit,

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