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EFQM-Modell für Excellence

Das EFQM-Modell für Excellence wurde von der European Foundation für Quality Management als Antwort auf das amerikanische Malcom Baldrige Model und den japanischen Deming-Preis entwickelt. Es wurde 1991 zunächst unter dem Namen "European Model for Business Excellence" vorgestellt und dient seit 1992 als Rahmen für die Bewertung von Bewerbungen um den European Quality Award.

EFQM-Modell für Excellence

Das EFQM-Modell für Excellence wurde von der European Foundation für Quality Management als Antwort auf das amerikanische Malcom Baldrige Model und den japanischen Deming-Preis entwickelt. Es wurde 1991 zunächst unter dem Namen "European Model for Business Excellence" vorgestellt und dient seit 1992 als Rahmen für die Bewertung von Bewerbungen um den European Quality Award.

Das EFQM-Modell für Excellence ist als unverbindliche Rahmenstruktur definiert, innerhalb derer sich Branchen und Unternehmen ihre spezifischen Konzepte auf dem Weg zum "exzellenten" Unternehmen suchen sollen. Es tritt nicht in Konkurrenz zum Total Quality Management, sondern soll eine Hilfestellung bei dessen Umsetzung sein.

Grundaussage des EFQM-Modells für Excellence ist:

"Exzellente Ergebnisse im Hinblick auf Leistung, Kunden, Mitarbeiter und Gesellschaft werden durch Führung erzielt, die Politik und Strategie mit Hilfe der Mitarbeiter, Partnerschaften und Ressourcen sowie der Prozesse umsetzt."

(Deutsches EFQM Center: Excellence einführen, 2003)

Bei der Umsetzung des EFQM-Modells sind acht Grundkonzepte zu berücksichtigen:

  • Ergebnisorientierung: Excellence erzielt Ergebnisse, die alle Stakeholder der Organisation begeistern.
  • Ausrichtung auf den Kunden: Excellence schafft nachhaltigen Kundennutzen.
  • Führung und Zielkonsequenz: Excellence bedeutet visionäre und begeisternde Führung, gekoppelt mit Beständigkeit hinsichtlich der Zielsetzung.
  • Management mittels Prozessen und Fakten: Excellence bedeutet, die Organisation durch ein Netzwerk untereinander abhängiger und miteinander verbundener Systeme, Prozesse und Fakten zu steuern.
  • Mitarbeiterbeteiligung: Excellence maximiert den Beitrag der Mitarbeiter durch ihre Weiterentwicklung und Beteiligung.
  • Kontinuierliches Lernen, Innovation und Verbesserung: Excellence nutzt Lernen zur Schaffung von Innovation und Verbesserungsmöglichkeiten, um den status quo in Frage zu stellen und Änderungen zu bewirken.
  • Entwicklung von Partnerschaften: Excellence entwickelt und erhält wertschöpfende Partnerschaften.
  • Soziale Verantwortung: Excellence bedeutet, die Mindestforderungen der gültigen Gesetze und Regeln zu übertreffen, die die Organisation bei ihrer Geschäftstätigkeit zu berücksichtigen hat, und sie bedeutet das Bemühen, die Erwartungen des gesellschaftlichen Umfeldes zu verstehen und darauf einzugehen.
(Deutsches EFQM Center, ebd.)

Alle Punkte des EFQM-Modelles für Excellence können problemlos auch auf die Beurteilung von Projekten angewandt werden. Umgekehrt kann auch ein hoher Grad an Übereinstimmung zwischen dem Führungskonzept "Management by Projects" und dem EFQM-Modell für Excellence festgestellt werden.

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