12
Jul 2017
Meilenstein – Der Projektmanagement-Blog

Effectuation – wagen Sie den Sprung ins Ungewisse!

"Der Zweifel ist dem Wissen nicht unterlegen, sondern überlegen.
Der Fortschritt ist der Sohn des Zweifels."

Alain (1868-1951)
französischer Philosoph und Schriftsteller

Wenn man als Gründerin eines Start-ups nur sehr begrenzte Ressourcen zur Verfügung hat, braucht man Menschen, die von der Idee ebenso begeistert sind und sich auf dieses Wagnis einlassen. Deshalb freue ich mich, dass mich einige dieser Menschen immer noch begleiten und das Projekt Magazin bereichern.

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Seit den Anfängen des Projekt Magazins sind für den Erfolg wichtige Bestandteile z.B. die Projektmanagementexpertise von Dr. Georg Angermeier, ebenso wie die redaktionelle Erfahrung von Dr. Alexander Gleich. Auch ohne die tatkräftige Unterstützung von Regina Wolf-Berleb wäre dies alles nicht möglich gewesen – sie fand die Idee schließlich so gut, dass sie 5 Jahre nach der Gründung als geschäftsführende Gesellschafterin mit in das Unternehmen einstieg.

An diese für mich und das Projekt Magazin prägenden Jahre, und den Beginn dieser langjährigen vertrauensvollen Zusammenarbeit musste ich denken, als ich unseren aktuellen Leitartikel "Mit Effectuation Projekte im Ungewissen meistern" las. Unter "Effectuation" versteht man eine eigenständige Entscheidungslogik, die auf dem Vorgehen und den Strategien erfolgreicher Gründer basiert. Oberstes Ziel ist es, schnell ins Handeln zu kommen.

Statt Büro – Blick über die Dächer Münchens

Ein Effektuierer gewinnt Partner, die sein Vorhaben mit ihren Mitteln und Fähigkeiten unterstützen. Außerdem beschränkt er sich auf die Mittel, die ihm aktuell zur Verfügung stehen. Was auch ich tat, als ich meine Dachgeschosswohnung am Münchner Viktualienmarkt zur ersten Heimat des Projekt Magazins machte.

Unbewusst folge ich einem weiteren Effectuation-Prinzip: Kalkuliere den Verlust, den du tragen kannst, statt einen möglichen Gewinn. So muss ich permanent meine Ungeduld zügeln, denn mit begrenzten Ressourcen geht die Weiterentwicklung sehr viel langsamer voran und ich bin gezwungen, die Vielzahl meiner Ideen stark zu priorisieren, um mögliche Verluste und Aufwände abfangen zu können.

"Warum soll Effectuation also nicht auch in Projekten im VUCA-Umfeld gelingen?", fragten sich Dr. Eric Heinen-Konschak und Bettina Brendle bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) im Jahr 2014. Im ersten Teil ihrer zweiteiligen Artikelserie berichten sie von dem Pilotprojekt, das der Effectuation-Methode in der IT der GIZ zu einem beeindruckenden Durchbruch verhalf. Gerade bauen die beiden eine interne Fortbildung für Effectuation auf (mehr dazu lesen Sie in Teil 2 des Artikels).

Viel Spaß beim Lesen und Mut für den Sprung ins Ungewisse wünschen Ihnen
Petra Berleb und das Team des Projekt Magazins

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