18
Oct 2016
Meilenstein – Der Projektmanagement-Blog

Projekte ohne Paradoxien? Wie langweilig wäre das denn!

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"Das Gleiche lässt uns in Ruhe;
aber der Widerspruch ist es,
der uns produktiv macht.
"
Johann Peter Eckermann (1792-1854),
deutscher Schriftsteller und Vertrauter Goethes

ist nicht das Wort "Projektmanagement" bereits ein Widerspruch in sich? Schließlich kann niemand die Zukunft so "managen", wie man z.B. einen wohlbekannten Produktionsprozess steuert. Wenn wir also risikobehaftete und neuartige Vorhaben "steuern" wollen, brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn wir dabei auf strukturelle und personelle Widersprüchlichkeiten stoßen.

Da sind z.B. die Befugnisse von Projektleitern aufgrund struktureller Gründe so stark begrenzt, dass sie nahezu handlungsunfähig sind. Oder die Zusammenarbeit mit guten Kollegen erweist sich im Projektzusammenhang als ungewohnt schwierig und konfliktreich.

Genau solche Situationen reflektiert Gero Lomnitz in seinem Beitrag "Paradoxien und Double Binds in der Projektarbeit". Wenn Sie jetzt ein Patentrezept erwarten, das alle Widersprüche im Nullkommanichts in Wohlgefallen auflöst, dann sollten Sie sich allerdings ernsthaft überlegen, ob Projektarbeit das Richtige für Sie ist. Denn Lomnitz sieht es als eine wichtige Aufgabe der Projektleiterin bzw. des Projektleiters an, Widersprüche auch auszuhalten, zu reflektieren und zu hinterfragen. Manchmal muss man die Widersprüche sogar verstärken, damit sie aufgelöst werden können.

Ein solches Verhalten stellt hohe Anforderungen an Persönlichkeit und Kompetenz. Andererseits, was wären Projekte ohne Widersprüchlichkeiten? Schlicht langweilig!

Viel Vergnügen beim Lesen wünschen Ihnen
Petra Berleb und das Team des Projekt Magazins

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