Blogparade

"Wir arbeiten jetzt agil / digital / selbstorganisiert!" – Mehr Erfolg durch neue Freiheiten im Projekt oder viel Wirbel um nichts?

Welche Spielräume haben Sie in Ihren Projekten, um auch mal andere Ansätze auszuprobieren und bewusst neue, einfache Wege zu gehen? Inwieweit lassen Unternehmen den Projektleitern, Scrum Mastern und Product Ownern sowie Beratern freie Hand bei der Wahl des Vorgehens, in der Projektplanung, bei der Kommunikation oder bei der Art der Zusammenarbeit im Team (Stichwort Selbstorganisation)? Und mit welchen Ansätzen haben Sie Erfolg?

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Dahinter steht auch die Frage, ob der Hype um agile Unternehmen und der Ruf nach einer Kultur, die den Menschen verstärkt ins Zentrum stellt, von den Organisationen ernsthaft aufgegriffen und langfristig verfolgt wird. Gerade Projektteams haben die Chance, Veränderung im Unternehmen zu initiieren. Können und dürfen Sie etwas einfach anders machen? Wird es wertgeschätzt, wenn Sie ausgediente Prozesse, starre Hierarchien und Silodenken aufzubrechen versuchen – oder gelten Sie dann als Querulant, der Unruhe ins Unternehmen bringt?

Zudem interessiert uns Ihre Motivation dafür, Neues in Ihren Projekten ausprobieren: Tun Sie es, weil Sie das Gefühl haben, mit dem althergebrachten Vorgehen nicht mehr zukunftsfähig zu sein? Oder um Ihr Profil als Projektmanager im Unternehmen zu schärfen? Oder kommen Sie damit vornehmlich den Wünschen von Vorgesetzten oder Ihrer Teammitglieder nach? 

Erfahrungen teilen und mit etwas Glück attraktive Preise gewinnen

Wie haben Sie die Art der Zusammenarbeit und die Projektkultur in Ihrer Organisation verändert? Wer hat Sie dabei unterstützt, wer eher gebremst und mit welchen Vorschlägen liefen Sie offene Türen ein bei Kollegen und mit welchen bei Entscheidern? Und welche Projekte eignen sich am besten, um Veränderung anzustoßen? Eher so gut wie unentdeckt ablaufende U-Boote oder mit viel Pomp ins Leben gerufene Leuchtturmprojekte? 

Und: Macht das anders machen die Projekte besser, effizienter, erfolgreicher – oder handelt es sich dabei um Spielereien, deren größter Nutzen darin besteht, gelangweilte Mitarbeiter und geltungssüchtige Führungskräfte zufriedenzustellen?

Das sind die Fragen, die wir im Rahmen unserer Blogparade ausgegeben haben. Wir laden alle Interessierten herzlich ein, sich daran zu beteiligen und mit der Community zu teilen, welche Freiheiten Ihnen der Wandel in der Arbeitswelt ermöglicht.

Falls Sie einen Blog haben, veröffentlichen Sie Ihren Beitrag einfach dort und schreiben uns entweder eine kurze Nachricht an Blog@projektmagazin.de oder einen Kommentar unter diesen Beitrag. Wichtig ist, dass Sie sich in Ihrem Beitrag auf diese Blogparade beziehen und auf diesen Beitrag verlinken. Wer keinen eigenen Blog besitzt, kann Kontakt mit uns aufnehmen.

Die Blogparade läuft bis zum 3. März 2019. Unter allen teilnehmenden Bloggern verlosen wir

  • 1 Freiticket für die PM Welt 2019 sowie
  • 3 Jahresabos für das Projekt Magazin, im Wert von je 99,39 Euro brutto.

Wir würden uns freuen, wenn Sie unsere Blogparade und die einzelnen Beiträge mit Ihren Netzwerken teilen (Twitter, Facebook, LinkedIn, XING usw.). Am besten nutzen Sie dazu den Blogparaden-Hashtag #projektfreiraum.

Wir sind gespannt auf Ihre Erfahrungen und freuen uns auf eine spannende Diskussion!

 

Beiträge zur Blogparade


(20.02.2019) Ich denke, dass das Thema den Nerv der Zeit trifft. Vielleicht ist es deshalb so aktuell, weil der Hype um Scrum und die agilen Methoden in meiner Wahrnehmung gerade einer allgemeinen Ernüchterung zu weichen scheint. Als Konflikt- und Projektmanager stoße ich zunehmend auf Organisationen und Teams, die sich auch mit agilen Methoden "festgefahren" haben. In diesem Sinn sind die Fragen des Projekt-Magazins für mich ein willkommener Anlass zur Reflexion und zur Aussicht auf eine mögliche Entwicklung im Projektmanagement.


(20.02.2019) Agilität — das Zauberwort für Führung von Unternehmen im Vierpunktnull-Zeitalter steht für all das, woran es Betrieben – scheinbar? – mangelt: Dynamik, Pioniergeist, Disruptionstoleranz, Flexibilität. (...) Es sind zum Teil geradezu mythische Heilsversprechen, die von neuen Organisationsmodellen ausgehen. Spätestens an dieser Stelle sollten bei Führungskräften sämtliche Alarmglocken läuten.


(18.02.2019) In meinen Jahren bei als angestellter Mitarbeiter Siemens und Softlab hatte ich das Glück, dass in den Bereichen in denen ich tätig war, es eine Vertrauenskultur gab, so dass ich große Spielräume hatte. Und da ich in der Regel erfolgreich war, sind die Freiheiten gewachsen. Das war in den 70iger bis Anfang der 80iger Jahre. Nur – die Situation begann sich allgemein zu verschlechtern. (...) Um zu beweisen, dass das auch anders geht, musste ich selber Unternehmer werden.


(14.02.2019) Ein paar einfache Gedanken sollen verdeutlichen, um was es meinen Kunden häufig geht (und deswegen auch mir). Ihre Ängste schätze ich als sehr real ein, sie sind mehr als überflüssige Stressfaktoren, die leicht zu beheben wären.


(08.02.2019) In unseren Scrum Transition Bootcamps kommt eine Frage regelmäßig: Kann eine disziplinarische Führungskraft die Rolle des Scrum Masters oder Product Owners oder eines Entwicklers übernehmen? Verbunden damit ist die Frage: Kann ein Manager als Teammitglied in einem Projektteam arbeiten, das sich hauptsächlich aus der eigenen Linie zusammensetzt? Kann ein Manager lateral oder von unten geführt werden? Funktionieren hybride Rollen für Manager?


(04.02.2019) Können Unternehmen durch hybrides Projektmanagement und die damit verbundenen neuen Freiheiten mehr Erfolge feiern? Schließlich werden Flexibität und gesteigerte Effizenz bei gleichzeitiger Planungssicherheit als Hauptvorteile genannt. Oder handelt es sich bei hybridem Projektmanagement um einen "Hype" und um "methodische Spielereien" deren größter Nutzen darin besteht, gelangweilte Mitarbeiter und sich modern inszenierende Führungskräfte zufriedenzustellen?


(30.01.2019) Um das Thema in Gänze zu behandeln, stellt das Projekt Magazin wie üblich eine ganze Reihe Fragen. Da ich seit mittlerweile fünf Jahren für das Magazin als Blogautor tätig bin, bin ich das erstens gewohnt und finde es zweitens inhaltlich richtig, denn die Fragen zielen jeweils auf andere Aspekte und Nuancen. Ich habe mir mal die Mühe gemacht, alle Fragen zu separieren und zu beantworten. Bitte beachten Sie, dass ich als Projektsanierer meistens in Krisenprojekten unterwegs bin und da zur Rettung im Großen und Ganzen freie Hand habe.


(22.01.19) Eines Tages verlangte unser Kunde, dass wir im Projekt ab sofort agiler arbeiten und die verschiedenen Dienstleister stärker vernetzt werden. Er schlug uns dafür die Methode Scrum of Scrums vor. Die Idee war, dass wir einerseits mit der gleichen Software arbeiten (Jira – Software zur Vorgangs- und Projektverfolgung) und andererseits uns regelmäßig dienstleisterübergreifend austauschen. Quelle: https://agile-unternehmen.de/scrum-of-scrums-dienstleistungsbereich/



(18.01.2019) "Wir arbeiten jetzt … {agil / digital / selbstorganisiert}!" Einen solchen Satz habe ich in der letzten Zeit unzählige Male in eingereichten Beiträgen gelesen, neben den drei genannten auch mit anderen Schlagworten. Fast immer folgte sofort ein mahnender Hinweis des Autors oder der Autorin, dass die Umbrüche mit der Umstellung zu agilem Arbeiten, der Digitalisierung oder mehr Selbstorganisation nicht zu unterschätzen sind. Oft sind die Veränderungen, die sie dem einzelnen Mitarbeiter abverlangen enorm. U.a. auch, weil sie meist mit einem Kulturwandel einhergehen, der das gesamte Unternehmen betrifft – inklusive der Unternehmensführung.


Bisher gibt es 15 Kommentare
Hallo,
super Aktion! Anbei mein Artikel zur Blogparade: https://agile-unternehmen.de/scrum-of-scrums-dienstleistungsbereich/
Dominic Lindner
Hallo Herr Lindner,
vielen Dank für Ihren Beitrag zu Scrum of Scrum!
Daniel Vienken
Gerade habe ich dem Projekt Magazin eine Art Interview für seine diesjährige Blogparade "'Wir arbeiten jetzt agil / digital / selbstorganisiert!' – Mehr Erfolg durch neue Freiheiten im Projekt oder viel Wirbel um nichts?" gegeben. Lesen Sie hier oder unter
https://eobz.de/?p=3001
meinen Beitrag "Offene Türen muss man sich schaffen". Ich freue mich über Ihre Kommentare !

www.der–Projekt-Sanierer.de
Henning Zeumer - der Projekt-Sanierer
Hallo Herr Zeumer,
vielen Dank dass Sie sich so intensiv mit unseren Fragestellungen auseinandergesetz haben! Ihr Beitrag wurde bereits aufgenommen.
Beste Grüße
Daniel Vienken
Daniel Vienken
Hallo in die Runde,
eine spannende Fragestellung, die es dieses Jahr in die Blogparade geschafft hat!
Warum HYBRIDES PROJEKTMANAGEMENT die Methode der Zukunft sein wird, beleuchte ich in diesem Zuge in meinem Blog (https://projectevolution.de/blog)
Viel Spaß beim lesen! Ich freue mich auf Ihre Kommentare!
Ihre
Anna-Elena Stoehr
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https://projectevolution.de/warum-erfolgreiche-unternehmen-zukuenftig-hybrides-projektmanagement-einsetzen/
Anna-Elena Stoehr
Hallo Frau Stoehr,
vielen Dank für Ihren Beitrag, ich habe ihn bereits in die Übersicht aufgenommen.
Freundliche Grüße
Daniel Vienken
Daniel Vienken
Toller Artikel und für jeden lesenwert, der sich mit modernem Projektmanagement beschäftigt. Nicht nur für KMU's!
Natascha
Liebe Natascha,
herzlichen Dank für das Feedback!
Anna-Elena Stoehr - ProjectEvolution
Liebe Anna-Elena,
herzlichen Dank für den Überblick zum Thema hybrides Projektmanagement - sehr spannend!
Für Unternehmen mit reinem Projektgeschäft, wie IT-Unternehmen, ist dieser Artikel Gold wert, ich werde es auf jeden Fall weitergeben.
Beste Grüße
Sylvia Naujoks
Sylvia Naujoks
Liebe Sylvia,
herzlichen Dank für Ihr Feedback!
Viele Grüße
Anna-Elena Stoehr
Anna-Elena Stoehr - ProjectEvolution
Der Artikel über hybrides Projektmanagement ist sehr inspirierend. Denn wie eigentlich immer im Leben ist es nicht alles nur schwarz oder weiß, sondern es gibt äußerst sinnvolle Mischungen, bei denen man das Beste aus beiden Welten nutzen kann. Danke für diese Inspiration!
Eva Abert
Liebe Eva Abert,
genau so ist es! Es freut mich, dass ich mit meinem Beitrag ein paar Impulse geben konnte.
Anna-Elena Stoehr - ProjectEvolution
Ich finde den Punkt der Veränderungsbereitschaft von Führungskräften sehr wesentlich. Ich beobachte in meiner Arbeit genau dieses Phänomen. Dass neue Methoden angewendet werden, aber Führungskräft überhaupt nicht in Ihre damit sich Verändernde Rolle finden. Da ist noch was zu holen!
Toller Beitrag und interessante Gedanken!
Lina Krause-Sparmann
Wunderbares Thema. Mein Beitrag zur Blogparade ist „Führungskraft als Teammitglied im Scrum-Team oder Projekt?“ und findet sich auf https://www.schlosser.info/fuhrungskraft-im-scrum-team/
Dr. Joachim Schlosser
Hallo Herr Schlosser,
danke für Ihren Beitrag! Er befindet sich bereits in der Übersicht.
Freundliche Grüße
Daniel Vienken
Daniel Vienken
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