Annahme

1) Entgegennahme (acceptance, taking on)

2) voraussetzende Vermutung (supposition, assumption)

zu 1) Entgegennahme (acceptance, taking on): Innerhalb der verwirrenden Begriffsvielfalt, die zur Beschreibung der Lieferung eines Produkts oder einer Dienstleistung verwendet werden, unterliegt der Begriff der "Annahme" einer besonderen Verwechslungsgefahr. Nach DIN ist die Annahme nämlich lediglich die "Feststellung, dass die Kriterien für die Annehmbarkeit von Lieferungen und Leistungen erfüllt sind, und Bestätigung der Übernahmebereitschaft". Dies bedeutet, dass sie nicht mit der Abnahme gleichgesetzt werden darf, die dem Lieferanten die Erfüllung seiner Pflichten bestätigt.

Je nach vertraglicher Gestaltung kann zuerst die Annahme, dann Übergabe und Übernahme und erst zuletzt die Abnahme einer Leistung erfolgen. Es ist aber auch möglich, dass die Abnahme als erstes durchgeführt wird, z.B. wenn es sich um ein nicht transportfähiges Gut (z.B. ein Bauwerk) handelt.

zu 2) voraussetzende Vermutung (supposition, assumption): Annahmen ersetzen bei der Projektplanung nicht vorhandenes Wissen über bestehende und zukünftige Tatsachen. Ohne Annahmen ist keine Projektplanung möglich, genau genommen stellt jeder Projektplan selbst eine Annahme dar. Nicht gesicherte Annahmen stellen jeweils ein Projektrisiko dar. Alle Projektplanungsmethoden dienen indirekt dazu, die aus Annahmen resultierenden Risiken zu minimieren. Hierzu zählen Techniken z.B. zur Aufwandsschätzung, Terminplanung oder Projektstrukturierung. Die direkte aber auch aufwändigste Methode zur Überprüfung von Annahmen ist die Machbarkeits- oder Projektstudie, in der die getroffene Annahme verifiziert oder falsifiziert wird.

Relevante Beiträge im Projekt Magazin
von Dr. Marty Schmidt
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Ein Business Case soll zukünftige finanzielle Ergebnisse prognostizieren. Allerdings beruhen die Einschätzungen und Prognosen auf Annahmen, die sich jederzeit ändern können. Damit die Leser beurteilen können, wie sicher oder unsicher die Ergebnisse der vorgestellten Modellrechnungen sind, benötigt der Autor Hilfsmittel wie die Sensitivitätsanalyse. Dr. Marty Schmidt und Johannes Ritter beleuchten im letzten Teil dieser Serie, warum diese sowie die Risikoanalyse für einen Business Case wichtig sind. Abschließend zeigen sie, worauf es bei der Erstellung der Schlussfolgerungen und Empfehlungen ankommt, damit der Business Case eine vollständige Entscheidungsgrundlage liefert.
von Dr. Marty Schmidt
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Ein Business Case soll die Frage nach den finanziellen Konsequenzen eines Vorhabens beantworten. Aus diesem Grund müssen die Daten und Analysen, auf die sich der Business Case stützt, objektiv dargestellt werden. Nur so können die Leser die Argumentationen und abschließenden Empfehlungen nachvollziehen. Dr. Marty Schmidt und Johannes Ritter zeigen im dritten Teil dieser Serie, wie Sie mit einer Cashflow-Rechnung die betriebswirtschaftlichen Auswirkungen eines Projekts präsentieren können und was es bei der Analyse der Ergebnisse zu beachten gilt. Sie berücksichtigen dabei auch die Darstellung nicht monetär erfassbarer Nutzeffekte.
von Dr. Marty Schmidt
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Ein Business Case muss glaubwürdig sein, damit ihn seine Leser akzeptieren. Dies kann der Autor erreichen, indem er die Annahmen und Methoden beschreibt, die zu den Ergebnissen des vorgelegten Business Cases führen. Dr. Marty Schmidt und Johannes Ritter beschreiben im zweiten Teil dieser Serie, wie Sie für die Leser eines Business Cases nachvollziehbar die Zuverlässigkeit der Daten sowie die Plausibilität der Prognosen begründen. Dies ist die Grundlage dafür, dass die im nächsten Teil der Serie behandelte Präsentation der betriebswirtschaftlichen Ergebnisse die Adressaten überzeugt.
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