Englischer
Begriff
  • Float
  • Float Time
  • Slack
  • Contingency
  • Buffer
  • Reserve

Pufferzeit

Damit Abweichungen in der Projektabwicklung von der Projektplanung nicht zum sofortigen Zusammenbruch der Projektsteuerung führen, werden in der Netzplantechnik Pufferzeiten zwischen den einzelnen Vorgängen eingebaut. Gemäß DIN 69900-1 ist Pufferzeit eine "Zeitspanne, um die, unter bestimmten Bedingungen, die Lage eines Ereignisses bzw. Vorgangs verändert oder die Dauer eines Vorgangs verlängert werden kann."

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Die Notwendigkeit von Pufferzeiten ergibt sich auch aus dem hohen Aufwand, der für die Netzplantechnik erforderlich war. Das Zeichnen umfangreicher Projektpläne nahm vor der Unterstützung der Computerprogramme erhebliche Zeit in Anspruch.

Als wesentlicher Vorteil der Netzplantechnik mit Pufferzeiten gilt, dass die Einsatzmittel innerhalb einer Multiprojektumgebung langfristig im voraus disponiert werden können. Als Nachteil muss angeführt werden, dass damit Projekte nicht beschleunigt durchgeführt werden können, sondern mindestens so lange wie geplant brauchen.

Diesem Problem möchte die Planung nach der Critical Chain-Methode entgegenwirken. Dort werden alle Vorgänge mit ihrer optimalen Dauer aneinander gereiht und die individuellen Pufferzeiten zu einer gemeinsamen Pufferzeit an das Ende des Projektes gestellt. Dies ist allerdings nur dann möglich, wenn die Einsatzmittel-Disposition sehr dynamisch erfolgen kann und die Projektplanung auf die unvermeidlichen Verzögerungen flexibel reagieren kann.

Durch den Einsatz von rechnergestützter Termin- und Zeitplanung ist es möglich, kurzfristige Änderungen des Zeitplans sehr schnell auf seine Auswirkungen hin zu überprüfen und den vollständigen Ablaufplan neu berechnen zu können. Dies bewirkt auch eine höhere Flexibilität in der Durchführung, vorausgesetzt, dass ein Erfassungssystem aktuelle Statusinformationen garantiert und die Organisationsstruktur kurzfristige Planänderungen umsetzen kann. Dann können beispielsweise mehrere alternative Zeitpläne vorgehalten werden, die je nach Projektablauf zum Zuge kommen. Pufferzeiten sind dann nicht mehr im früheren Umfang erforderlich.

Unverzichtbar hingegen sind Pufferzeiten, wenn für Engpassressourcen oder Vorgänge nur bestimmte Zeitfenster zur Verfügung stehen.

Als Unterbegriffe kennt die DIN 69900 noch: Gesamte Pufferzeit, Freie Pufferzeit, Freie Rückwärts-Pufferzeit und Unabhängige Pufferzeit.

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Dieser Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 25.06.2003.
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