15
Jun 2016
Meilenstein – Der Projektmanagement-Blog

Key User – Mittler zwischen den Welten

"Ein jeder Wunsch, wenn er erfüllt,
kriegt augenblicklich Junge."

Wilhelm Busch (1832-1908),
deutscher Dichter und Zeichner

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Sicher kennen auch Sie die magische Vermehrung von Anforderungen bei Software-Entwicklungen. Steht am Anfang noch die Aussage des Auftraggebers: "Kein unnötiger Schnickschnack, sondern fokussiert auf die notwendigen Funktionen!", so wandelt sich diese im Laufe der Zeit immer mehr zu: "Wenn das so gut funktioniert, dann können wir doch gleich noch A, B, und C machen!"

Diesen gefürchteten "Scope Creep" versuchen viele Entwickler dadurch zu verhindern, dass sie den Kontakt mit den späteren Benutzern der Software möglichst vermeiden. Allerdings führt dies meistens dazu, dass die erste Reaktion der Anwender bei Auslieferung lautet: "Damit kann ich ja gar nicht arbeiten, das kommt nicht auf meinen Rechner!"

Die beste Möglichkeit, um sowohl schleichenden Funktionszuwachs zu unterbinden als auch die Akzeptanz für die fertige Software zu gewährleisten, ist das frühzeitige, aktive Einbeziehen von Key Usern. Denn als Mittler zwischen den Anwendern und den Erstellern der Software sorgen sie von Anfang an bei beiden Seiten für eine realistische Vorstellung von Umfang und Qualität der Funktionen. Elisabeth Wagner beschreibt im ersten Teil ihres Beitrags "Key User – die wichtigsten Botschafter für Ihr IT-Projekt", wie man die richtigen Personen für diese Aufgabe findet und diese dann auch im Projekt als Ressource erhält.

Der Einsatz von Key Usern bedeutet natürlich zusätzlichen Aufwand. Dieser wird aber dadurch belohnt, dass die Anwender bei der Präsentation der neuen Software sagen: "Her damit – das ist genau das, was wir brauchen!"

Viel Vergnügen beim Lesen wünschen Ihnen
Petra Berleb und das Team des Projekt Magazins

 

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