Arbeitsauftrag

Der nicht genormte Begriff des "Arbeitsauftrags" ist sehr weit gefasst. Ein Arbeitsauftrag kann Ausgangspunkt für ein ganzes Projekt sein oder nur eine Arbeitsanweisung für einen einzelnen Projektmitarbeiter enthalten. Die am weitesten verbreitete Bedeutung ist der Arbeitsauftrag an eine Arbeitsgruppe innerhalb eines Projekts.

Zwischen den Begriffen "Arbeitsauftrag" und "Auftrag" ist in ihrer Verwendung kaum ein Unterschied festzustellen. "Auftrag" hat eine größere Nähe zu "Vertrag", während "Arbeitsauftrag" auch synonym zu "Dienstanweisung" oder "Arbeitsanweisung" verwandt wird. In formellen Texten sind deshalb die jeweils präziseren Benennungen zu bevorzugen.

Qualität und Priorität eines Arbeitsauftrages können sehr unterschiedlich sein.

Der Inhalt kann durch eine oder mehrere Arbeitsanweisungen detailliert beschrieben sein, aber auch bloße Zielvorgaben oder Aufgabenstellungen sind möglich.

Die Priorität kann durch die Vorgabe eines verbindlichen Termins (Deadline) und die Freigabe entsprechender Einsatzmittel sehr hoch gesetzt werden. Bei niedriger Priorität wird der Aufwand stark begrenzt und nur eine unbestimmte Dauer vorgegeben.

Wer Arbeitsaufträge vergibt, sollte sich bewusst darüber sein, dass nur klar definierte Arbeitsaufträge (Inhalt, Aufwand, Termin) die Chance haben, zufriedenstellend erledigt zu werden.

Relevante Beiträge im Projekt Magazin
von Dr. Tomas Bohinc
6 Bewertungen
4.166665
1 Kommentar
In Projekten ist die Kontrolle der Arbeitsergebnisse unerlässlich, z.B. bei der Delegation von Arbeitspaketen oder bei der Übertragung von Planungsaufgaben. Allerdings ist es dabei entscheidend, wie diese Kontrollen durchgeführt werden, damit die Teammitglieder die Kontrolle als Motivation und nicht als Bevormundung ansehen. Dr. Tomas Bohinc beschreibt in diesem Tipp, wie Sie dabei strukturiert vorgehen und worauf Sie bei der Kontrolle der Arbeitsergebnisse achten müssen.
von Dr. Georg Angermeier
21 Bewertungen
4.47619
2 Kommentare
Die Rolle des Arbeitspaketverantwortlichen wird meist vernachlässigt. In keiner Norm, Richtlinie oder Handreichung für Projektmanagement ist sie ausreichend definiert, teilweise wird sie nicht einmal erwähnt. Dabei sind die AP-Verantwortlichen als Bindeglied zwischen Projektmitarbeitern und Projektleitung ausschlaggebend für den Projekterfolg. Dr. Georg Angermeier beschreibt, wie Aufgaben und Befugnisse von AP-Verantwortlichen definiert werden können und gibt Empfehlungen für ihre Zusammenarbeit mit Projektleitern, internen Auftraggebern und dem PMO.
von Dr. Frank Lüschow
32 Bewertungen
3.28125
1 Kommentar
Die meisten Projektleiter kennen das Problem: Aus ihrer Sicht klar definierte Arbeitspakete werden von Projektmitarbeitern nur mangelhaft abgearbeitet. Mehr Druck auf die Mitarbeiter oder noch genauere Arbeitsbeschreibungen nützen meist wenig – sie verschlechtern eher die Lage. Dr. Frank Lüschow zeigt, wie sich solche Situationen mit Geduld und der richtigen Kommunikationsstrategie auflösen oder ganz vermeiden lassen. Ziel ist, dass die Projektmitarbeiter ein klares Bild davon entwickeln, was zu tun ist, um das gewünschte Ergebnis zu erhalten. Die mitgelieferten Checklisten für die Aufgabenanalyse und das Delegationsgespräch helfen bei der Umsetzung.
Alle relevanten Beiträge anzeigen
Tech Link