28
Jun 2017
Meilenstein – Der Projektmanagement-Blog

Miteinander oder nebeneinander – wie arbeitet man besser zusammen?

"Menschen, die miteinander arbeiten,
addieren ihre Potenziale.
Menschen, die füreinander arbeiten,
multiplizieren ihre Potenziale!"

Steffen Kirchner (*1981)
Mentalcoach, Buchautor, Motivationsexperte

Wie gestalten Sie die Zusammenarbeit der Mitglieder Ihres Projektteams? Verteilen Sie die anstehenden Aufgaben, jedes Mitglied bearbeitet sein Arbeitspaket und zum Schluss werden die Ergebnisse zusammengefügt? Oder entscheiden Sie gemeinsam mit dem Team, wer am besten welche Aufgabe übernimmt und arbeiten Sie dann mit kontinuierlicher Abstimmung gemeinsam auf das Endergebnis hin? Oder liegt Ihre Arbeitsweise irgendwie dazwischen?

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Kaum ein anderer Faktor beeinflusst den Projekterfolg so sehr, wie die Zusammenarbeit mit Kollegen und Vorgesetzten. Stimmt der Modus der Zusammenarbeit nicht, können dies weder modernste Kommunikationstechnologien noch zusätzliche Meetings ausgleichen. Es bietet sich also an, über diesen zentralen Erfolgsfaktor genauer nachzudenken und zu überlegen, ob das eigene Vorgehen bei der Zusammenarbeit noch stimmig ist oder eine andere Herangehensweise besser passt. Denkanstöße hierzu liefert unser aktueller Leitartikel "Kollaboration – was Führung dazu wissen muss" von Dr. Susanne Ehmer.

Die Autorin unterscheidet beide eingangs erwähnten Formen in "kooperativ" und "kollaborativ", wobei sie sich eindeutig für die kollaborative Zusammenarbeit unabhängig von Positionen und Funktionen ausspricht. Dieser Arbeitsmodus lässt sich in allen Branchen und Projektarten umsetzen, wie Ehmer anhand mehrerer Beispiele aufzeigt. Da ist z.B. ein Naturprodukte-Unternehmen, das den kollaborativen Ansatz zur schnellen Entwicklung von innovativen Produkten einsetzt oder ein Konzern, der mehrere Finance-Service-Bereiche erfolgreich zusammenlegt.

Ich finde, beide Ansätze haben Vor- und Nachteile. So halte ich für einfache Routine-Aufgaben den kooperativen Ansatz für sinnvoll, weil ihn jeder kennt und es schnell geht, bei kreativen Prozessen wie der Produktentwicklung sorgt die Vergabe der Aufgaben nach Interessen und Fähigkeiten für bessere Ergebnisse. Was halten Sie davon? Welche Erfahrungen haben Sie mit der einen oder anderen Methode schon gemacht? Diskutieren Sie mit – wir freuen uns auf den Dialog.

In diesem Sinne viel Spaß beim Lesen und Reflektieren.
Petra Berleb und das Team des Projekt Magazins

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