Projektmanagement-Glossar
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Kostenplanung

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Kostenplanung ist das Prognostizieren der voraussichtlichen Kosten eines Projekts strukturiert nach Projektkostenarten und Projektkostenträgern sowie zeitlich in der geforderten Genauigkeit aufgelöst. Ergebnis der Kostenplanung ist der Kostenplan des Projekts in den geforderten Darstellungen (z.B. Kostensummenlinie, Kostenstrukturplan usw.)

Kostenplanung

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Kostenplanung ist das Prognostizieren der voraussichtlichen Kosten eines Projekts strukturiert nach Projektkostenarten und Projektkostenträgern sowie zeitlich in der geforderten Genauigkeit aufgelöst. Ergebnis der Kostenplanung ist der Kostenplan des Projekts in den geforderten Darstellungen (z.B. Kostensummenlinie, Kostenstrukturplan usw.)

Kostenplanung gemäß PMBOK® Guide 5th edition

Den Begriff Kostenplanung kennt der PMBOK® Guide nicht, statt dessen definiert er im Wissensgebiet Projektkostenmanagement die Prozesse "Kosten schätzen" ("Estimate Costs") und "Budget festlegen" ("Determine Budget"). Ergebnis dieser Prozesse ist der Kostenbasisplan (cost baseline). Grund für diese Nomenklatur ist, dass Kosten streng genommen nicht geplant werden können, sondern nur das für eine Aufgabe zur Verfügung gestellte Budget.

Kostenplanung gemäß IPMA

In der ICB 3.0 (IPMA Competence Baseline 3.0) wird im Kompetenzelement Cost and Finance zwischen Kostenmanagement und Finanzmanagement unterschieden. Das Kostenmanagement umfasst die Kostenplanung und das Controlling, während das Finanzmanagement die Projektfinanzierung behandelt.

Die ICB 4.0 (Individual Competence Baseline 4.0) bezeichnet das Kompetenzelement nur noch mit "Finance" und fasst dort alle Aufgabengebiete zusammen, die sich mit Kosten und Finanzierung beschäftigen.

Im Standardwerk der GPM (Kompetenzorientiertes Projektmanagement, PM3) beschreibt Seibert detailliert die betriebswirtschaftlichen Aspekte der Projektkostenrechnung sowie die Methoden der Aufwandsschätzung (Seibert, Sigfried: Kosten und Finanzmittel, in: Kompetenzorientiertes Projektmanagement (PM3), 2009, Seiten 755 ff). Für die Erstellung des Kostenplans geht Seibert (a.a.O.) auf die organisatorischen Aspekte durch das Zusammenspiel von Top-down- und Bottom-up-Budgetierung ein.

Kostenplanung gemäß PRINCE2®

Einerseits sind bei PRINCE2® die Kosten eine der sechs Steuerungsdimension des Projektmanagements, andererseits trifft PRINCE2® keine Aussagen über die operative betriebswirtschaftliche Behandlung von Projekten. Diese fällt bei PRINCE2® unter den Begriff "spezifische Techniken" und es verweist diesbezüglich allgemein auf andere Richtlinien. Hingegen behandelt PRINCE2® ausführlich die Management-Perspektiven auf Kosten und Finanzierung in den Themen "Business Case", "Pläne", "Änderungen" und "Fortschritt", z.T. auch im Thema "Risiko". Die Kostenplanung folgt bei PRINCE2® der Produktorientierung, d.h. zuerst wird der Leistungsumfang geplant, dann erst die dafür erforderlichen Aktivitäten und zuletzt wird der Kostenplan erstellt. Die prognostizierten Kosten werden dann im Business Case dem geplanten Nutzen gegenübergestellt. Aus dieser Gegenüberstellung entscheidet der Lenkungsausschuss über die Freigabe des Projekts oder gibt Vorgaben, wie das Projekt geplant werden soll, um genehmigungsfähig zu sein. Damit soll verhindert werden, dass das Projektbudget blind festgelegt wird, ohne das Verhältnis von zu erwartenden Kosten und angestrebtem Nutzen zu berücksichtigen.

Kostenplanung gemäß DIN

Die DIN 69901-2:2009 definiert den Prozess "Kosten- und Finanzmittelplan erstellen". Dort werden die Kosten und die Finanzierung des Projekts ermittelt und die entsprechenden Pläne erstellt. Auch ein Businessplan wird dabei erstellt.

Die seit 2009 ungültige DIN 69903:1987 definierte Kostenplanung als: "Ermittlung und Zuordnung der voraussichtlichen Kosten zu Vorgängen, Arbeitspaketen und Projekten unter Beachtung vorgegebener Ziele und Randbedingungen".

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