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Minimal Marketable Product (MMP)

Minimal Marketable Product (MMP) ist die einfachste marktfähige Konfiguration eines Produkts.

Minimal Marketable Product (MMP)

Minimal Marketable Product (MMP) ist die einfachste marktfähige Konfiguration eines Produkts.

Im Gegensatz zum Minimum Viable Product ist das Minimal Marketable Product kein Prototyp für Testkunden mehr, sondern ein auf dem Markt zum Verkauf angebotenes Produkt. Die angesprochene Zielgruppe ist jedoch eingeschränkt auf die sog. Early Adopters, d.h. Benutzer, denen der innovative Charakter eines Produkts wichtiger ist als sein Funktionsumfang.

Die Identifizierung des Minimal Marketable Products kann grundsätzlich auf zwei Wegen erfolgen:

  • Ausgehend vom Minimum Viable Product wird die Konfiguration schrittweise um weitere Funktionen erweitert. Dies ist das Vorgehen im Lean-Startup-Modell.
  • Von einer möglichst vollständigen Sammlung aller möglichen Funktionen ausgehend werden diese in ihrer Bedeutung für die Anforderungen der Kunden gewichtet, z.B. mit Quality Function Deployment. Das Produkt erhält dann nur die Funktionen, die für die wichtigsten Anforderungen erforderlich sind.

Der Zweck des Minimal Marketable Products besteht einerseits darin, die Time-to-Market zu minimieren und dadurch einen Wettbewerbsvorsprung zu erzielen. Andererseits ermöglicht es eine höhere Wertschöpfung, den Funktionsumfang eines Produkts auf mehrere Versionen zu verteilen. Im Extremfall hat das ausgelieferte Produkt bereits den vollständigen Funktionsumfang, der aber nur teilweise aktiviert ist. Dadurch sind Upgrades bzw. scheinbar neue Produkte ohne weitere Entwicklungskosten möglich, indem einfach weitere Funktionen aktiviert werden.

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