Projektdefinition

Die Definition eines Projekts umfasst nach DIN 69901 die "Festlegung der Aufgabenstellung und des Durchführungsrahmens eines Projektes". Somit wird die Projektdefinition auf die Festlegung des Projektzieles nach DIN beschränkt. Andererseits kennt die DIN den Begriff der Projektplanung nicht. Auch gibt sie kein Kriterium an zur Trennung zwischen Projektdefinition und Projektdurchführung.

Sinnvollerweise ist die Auftragserteilung durch den internen oder externen Auftraggeber der Meilenstein zwischen Projektdefinition und Projektdurchführung, auch wenn in der Regel wesentliche Teile des Projekts erst im Verlauf desselben geplant werden.

Das Ergebnis der Projektdefinition sollte zumindest das Lastenheft bzw. der Projektantrag sein mit den entsprechenden, von der DIN geforderten Inhalten. Zwischen der Projektdefinition und der Auftragserteilung (bzw. Projektgründung) steht die Erstellung des Pflichtenhefts, das mindestens Lösungsweg und Aufwandsschätzung enthält.

Die Prozesse "Develop Project Charter", "Scope Planning" und "Scope Definition" des PMBOK(R) Guide 2004 kommen dem DIN-Begriff "Projektdefinition" am nächsten, auch wenn sie ihm nicht exakt entsprechen. "Project Charter" gibt bereits Projektziele und Rahmenbedingungen vor, "Scope Planning" entwickelt den "Project Scope Management Plan". Dieser gibt vor, wie Inhalt und Umfang des Projekts entwickelt werden sollen. Bei der "Scope Definition" erstellt man das "Project Scope Statement", was in etwa dem Lastenheft entspricht, wobei der PMBOK(R) Guide 2004 keine klare Abgrenzung zum "Statement of Work" gibt.

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Welcher Aufwand ist notwendig, um ein vorgegebenes Projektziel zu erreichen? Um diese Frage zu beantworten, bieten sich verschiedene Schätzmethoden an, die in der Literatur umfassend beschrieben sind. In der Praxis führen diese Methoden jedoch nicht immer zu den gewünschten Ergebnissen, weil nicht ausreichend darauf geachtet wurde, eine solide Grundlage für deren Anwendung zu schaffen. Berta Schreckeneder weist in diesem Tipp auf die Probleme in der Praxis hin und zeigt, wie Sie in vier Schritten eine solide Basis für eine aussagekräftige Aufwandsschätzung schaffen.
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Studien zeigen immer wieder, dass komplexe Projekte häufig ihre Ziele nicht erreichen, ja sogar vielfach abgebrochen werden. Welche Versäumnisse liegen vor? Gibt es allgemein gültige Regeln bei der Durchführung eines Projekts? Oder ist es die Persönlichkeit des Projektleiters, die über Erfolg oder Misserfolg entscheidet? Helmut Krüger hatte die Gelegenheit, an einem komplexen IT-Projekt teilzunehmen, bei dem mehrere unterschiedliche SAP-Systeme erfolgreich zusammengeführt wurden. Warum es dort funktionierte und die Erwartungen vom Projektergebnis sogar noch übertroffen werden konnten, legt der Autor durch eine klare Analyse der Erfolgsfaktoren dar.
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Wozu noch einen Projektstrukturplan (PSP) erstellen, wenn ohnehin alles klar ist? So denkt mancher kreative Praktiker und schreitet hemdsärmelig zur Tat. Doch wer sich nur auf seine Intuition verlässt, macht solides Ressourcen-Management, Kostenschätzung und Terminplanung unmöglich. Ein einfacher methodischer Ansatz, um diesem Problem zu begegnen, ist die Verwendung von Mind Mapping zur Kreativarbeit im Team und die Erstellung des Projektstrukturplans aus den erarbeiteten Ergebnissen. Dr. Georg Angermeier zeigt in diesem Artikel Schritt für Schritt, wie Sie dabei vorgehen können.
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Der Projektstrukturplan (PSP) leistet bei Projektplanung und -durchführung wertvolle Dienste. Er bietet Projektmanagern eine gute Möglichkeit, dem Projekt eine von allen akzeptierte Struktur zu geben und es professionell zu visualisieren. Doch in der Praxis ziehen viele Projektmanager den Balkenplan dem PSP vor. Grund ist oft die Unsicherheit darüber, wie ein "richtiger" Projektstrukturplan aussehen muss. Dr. Georg Angermeier nennt in seinem Artikel Argumente für den Einsatz des PSP. Er bescheibt seine Aufgaben und erläutert an einem anschaulichen Beispiel den Weg zum "Quick and Dirty"-PSP, bis hin zur systematischen Erstellung eines komplexen Projektstrukturplans für große Projekte.
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Viele Projekt-Kunden haben nur ungenaue Vorstellungen, was sie mit ihrem Internet-Vorhaben erreichen wollen. Vom Dienstleister erwarten sie aber ein detailliertes Angebot, das jedoch wegen der oberflächlichen Informationen kaum erstellt werden kann. Gisela Müller rät in ihrem Artikel, bei diesen Kunden zunächst einen Workshop durchzuführen. Zusätzliche Unterstützung liefern eine Angebotsvorlage, ein Fragenkatalog zur Informationsgewinnung und eine Checkliste für die Vorbereitung, Durchführung und Nacharbeit des Workshops.
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