Projektstrukturierung

Die Strukturierung einer großen Aufgabenstellung in einzelne Elemente ist Ausgangspunkt jeglicher Projektplanung. Neben dem Begriff "Projektstrukturierung" findet man hierfür auch "Projektstrukturplanung" sowie "Projektgliederung"

Die ICB, der ProjektManager und der PMBOK(R) Guide definieren die Begriffe "Projektstrukturierung", "Work Breakdown" und "Scope Definition" sehr eng. Sie verstehen darunter lediglich den Aufbau des Projektstrukturplans (Work Breakdown Structure). Beim PMBOK(R) Guide liegt dabei die Betonung stärker auf der Strukturierung des Projektergebnisses bzw. der Lieferobjekte, während die ICB auch die Arbeitsaufgaben explizit aufführt. In der Fachliteratur wird die Projektstrukturierung in unterschiedlichen Vorgehensweisen beschrieben.

Allen Quellen gemeinsam ist, dass sie Definition und Aufbau der Organisationsstruktur nicht als Inhalt der Projektstrukturierung betrachten.

Zur Projektstrukturierung können, je nach Auslegung der obigen Handreichungen, folgende Tätigkeiten und Methoden gezählt werden:

  • Strukturierung des Projektergebnisses bzw. Produkts (Produktstrukturplan)
  • Projektumfeldanalyse (insbes. Stakeholderanalyse)
  • Strukturierung der Projektaufgaben
  • Festlegung von Teilprojekten
  • Abgrenzung von Projektphasen
  • Setzen von Meilensteinen
  • Definition und hierarchische Anordnung von Teilaufgaben und Arbeitspaketen
  • Erstellung des vollständigen Projektstrukturplans
  • Festlegung der Ablaufstruktur des Projekts (meist ohne Ressourcenzuordnung)
Darüber hinaus sollten jedoch weitere Strukturen zu Beginn des Projekts definiert werden, auch wenn sie nicht in den Normen und Handreichungen zur Projektstrukturierung gezählt werden. Hierzu gehören insbesondere:
  • Kostenstruktur des Projekts (Kostenarten und Kostenstellen). Die Arbeitspakete des Projektstrukturplans sind die Kostenträger und vermitteln somit zwischen Projektstrukturplan und Projektkostenstruktur.
  • Struktur der Projektorganisation, insbesondere Verantwortungs- und Entscheidungsstrukturen
Die so erhaltenen Projektstrukturen, insbesondere der Projektstrukturplan, begleiten das Projekt während seiner gesamten Dauer. Eine sorgfältige und fehlerfreie Projektstrukturierung ist daher eine der wichtigsten Aufgaben des Projektmanagements.

Relevante Beiträge im Projekt Magazin
von Dr. Christopher Zerres
8 Bewertungen
3.375
3 Kommentare
Das richtige Maß für die Planungstiefe zu finden, ist im Projektmanagement ein wichtiger Faktor. Denn ist die Planung zu fein, kann dies am Ende mehr Aufwand verursachen, als es Nutzen bringt. Dr. Christopher Zerres, Dr. Henry Jonas, Thomas Kortüm und Kai Rahnenführer beschreiben in diesem Beitrag eine praxiserprobte Methode, die dabei helfen kann, die richtige Planungsgranularität für ein Projekt zu bestimmen. Die Autoren stellen dafür zunächst ein Modell vor, das zeigt, welche Faktoren Einfluss auf die Planungsgranularität haben. Auf Basis dieses Modells beschreiben sie anschließend, wie der Projektmanager in vier Schritten Orientierungswerte für die Planungstiefe ermittelt.
von Vera Krichel-Leiendecker
10 Bewertungen
2.4
1 Kommentar
Um einen Projektstrukturplan zu erstellen, gibt es verschiedene Herangehensweisen, z.B. nach PMBoK oder PRINCE2. Solche Vorgehen sind jedoch oft für kleine Projekte zu aufwändig. Haben zudem die Teammitglieder keine oder nur geringe Projektmanagementkenntnisse und sind ihnen die notwendigen Fachbegriffe fremd, lassen sich solche Standardmethoden kaum verwenden. Für solche Fälle stellt Vera Krichel-Leiendecker eine intuitiv verständliche Methode für einfache Projekte vor, um die notwendigen Arbeitspakete in einem Workshop in Teamarbeit zu erfassen und zu strukturieren.
von Marko Zotschew
8 Bewertungen
3
2 Kommentare
Für eine übersichtliche Darstellung von Projektstrukturen sind Baumdiagramme besonders gut geeignet. Allerdings bieten einfache Planungstools, die vor allem in kleinen und mittleren Projekten zum Einsatz kommen, häufig keine Möglichkeit, Projektstrukturen als Baumdiagramm darzustellen. Abhilfe können die sogenannten "SmartArts" in PowerPoint 2007 schaffen: Marko Zotschew und Dr. Georg Angermeier zeigen in diesem Tipp, wie Sie damit einfache Strukturpläne schnell und mit ansprechendem Layout erstellen können.
von Sabine Stadler
22 Bewertungen
4.227275
1 Kommentar
Das Abitur war nur noch ein Jahr entfernt, doch die Noten des 17-jährigen Tobias fielen trotz erhöhtem Lernaufwand immer weiter ab. Um die schulischen Leistungen zu verbessern, startete Tobias mit seinem Vater das Projekt "Abitur". Sie führten wöchentliche Projektbesprechungen ein, definierten Arbeitspakte und überwachten den Projektfortschritt mit einem Ampelsystem. Das Projekt wurde ein Erfolg. Sabine Stadler, Tobias' Mutter und Stakeholder, berichtet, wie ihr Sohn mit Hilfe von Projektmanagement lernte, strukturiert und zielorientiert zu lernen.
von Dr. Georg Angermeier
22 Bewertungen
2.90909
1 Kommentar
Wer danach fragt, wie groß ein Arbeitspaket idealerweise sein sollte, erhält als Antwort oft eine absolute Angabe in Personentagen. So pauschal sollte man bei der Einteilung von Arbeitspaketen jedoch nicht vorgehen, denn der Projektumfang spielt dabei eine wesentliche Rolle. Dr. Georg Angermeier erklärt in seinem Tipp, wie man die optimale Größe eines Arbeitspakets ermittelt und erläutert die Hintergründe seiner Empfehlung.
von Alexandra Kastilan
14 Bewertungen
4.357145
0 Kommentare
Microsoft Project lässt hinsichtlich der Funktionen zur Projektplanung und -steuerung kaum Wünsche offen. Möchte sich allerdings ein Anwender einen Projektplan in Microsoft Project grafisch als Projektstrukturplan anzeigen lassen, muss er auf Zusatzprodukte zurückgreifen. Alexandra Kastilan hat vier verschiedene Add-ons getestet, die sich sowohl im Funktionsumfang als auch in der Darstellung des PSPs unterscheiden und beschreibt, wo deren Stärken und Schwächen liegen.
von Josef Schwab
8 Bewertungen
3.375
0 Kommentare
Große Projekte teilt man oft in mehrere Teilprojekte auf, wobei jeder Teilprojektleiter eigenverantwortlich seinen Projektplan pflegt. Microsoft Project ermöglicht es, einfach und überschaubar mit solchen Teilprojekten zu arbeiten und projektübergreifende Abhängigkeiten bei der Ablaufplanung zu berücksichtigen – unabhängig davon, ob man mit dem Project Server arbeitet oder "nur" den Client verwenden. In dieser Artikelfolge zeigt Josef Schwab, wie Sie als Gesamtprojektleiter systematisch vorgehen, um Ihren Terminplan im Griff zu behalten. Der erste Beitrag beschreibt, wie Sie einen Masterplan erstellen, mit dem Sie den Projektverlauf überblicken und Terminkonflikte erkennen können.
von Thomas Sakschewski
4 Bewertungen
4
0 Kommentare
Persönliche Erfahrungen und das Wissen von Mitarbeitern sind wertvoll. Um sie unternehmensweit zur Verfügung zu stellen, verwenden große Unternehmen Wissensmanagementsysteme. Für kleine Unternehmen ist der damit verbundene Aufwand aber zu hoch. Dennoch ist es gerade für sie wichtig, sich z.B. gegen den Wissensverlust bei einem Mitarbeiterwechsel zu wappnen. Möglich ist das, indem man den Projektstrukturplan um die Dimension "Wissen" erweitert und einen so genannten "Wissensstrukturplan" (WSP) erstellt. Thomas Sakschewski hat dieses Vorgehen erfolgreich in der Veranstaltungsbranche erprobt. Er zeigt, wie man einen WSP erstellt und worauf dabei zu achten ist.
von Dr. Georg Angermeier
3 Bewertungen
2.333335
2 Kommentare
Viele Projektleiter beginnen ihre Projektplanung damit, dass sie einen Terminplan – oft in Form eines Balkenplans - erstellen. Dieses Vorgehen führt fast zwangsläufig dazu, dass das Projekt in Verzug gerät. Dr. Georg Angermeier erläutert, warum das so ist und zeigt auf, wie man den Grundstein für eine solide Planung legt.
von Dr. Georg Angermeier
22 Bewertungen
4.136365
2 Kommentare
Ihr Vorgesetzter hat Sie heute zum Projektleiter bestimmt und in einer Woche müssen Sie Ihr Konzept vorlegen? Sie haben noch nie ein Projekt geleitet und der PMBOK(R) Guide des PMI oder der ProjektManager der GPM sind Neuland für Sie? Für genau diese Situation bietet Ihnen der "Schnelleinstieg in das Projektmanagement" eine Lösung. Er zeigt, wie Sie ohne Vorkenntnisse die wichtigsten Projektmanagementaufgaben "Planen", "Überwachen" und "Steuern" auch in einem spontan entstandenen Projekt bewältigen können. Im ersten Teil beschreibt Dr. Georg Angermeier, welche Schritte für die Planung erforderlich sind.
von Dirk Sandhorst
5 Bewertungen
3
2 Kommentare
Software-Projekte sind berüchtigt dafür, dass sie immer wieder den gesetzten Zeitrahmen sprengen. Die Ursache liegt oft in einer falschen Einschätzung des Aufwands zu Projektbeginn, denn meist liegen zu diesem Zeitpunkt noch keine detaillierten Informationen zu den Anforderungen vor. Dirk Sandhorst beschreibt in diesem Artikel ein Verfahren zur Aufwandschätzung, das unter solchen Umständen trotzdem in kurzer Zeit verlässliche Aussagen liefert. Es hat sich in der Praxis bewährt und kann sofort eingesetzt werden.
von Dr. Georg Angermeier
5 Bewertungen
4.2
1 Kommentar
Lastenheft und Pflichtenheft bilden gemeinsam den Grundstein eines Projekts. Der Auftraggeber beschreibt im Lastenheft, was er will, der Auftragnehmer im Pflichtenheft, wie er es macht. Die korrekte Erstellung von Lastenheft und Pflichtenheft fördert einen reibungslosen Projektverlauf und reduziert somit die Projektrisiken. Viele Projektverantwortliche wissen aber nicht, nach welchen Kriterien sie diese Dokumente erstellen sollen. Dr. Georg Angermeier gibt Orientierung und beschreibt in seinem Artikel die Erstellung des Pflichtenhefts als Antwort auf das Lastenheft.
von Helmut Krüger
2 Bewertungen
2.5
0 Kommentare
Studien zeigen immer wieder, dass komplexe Projekte häufig ihre Ziele nicht erreichen, ja sogar vielfach abgebrochen werden. Welche Versäumnisse liegen vor? Gibt es allgemein gültige Regeln bei der Durchführung eines Projekts? Oder ist es die Persönlichkeit des Projektleiters, die über Erfolg oder Misserfolg entscheidet? Helmut Krüger hatte die Gelegenheit, an einem komplexen IT-Projekt teilzunehmen, bei dem mehrere unterschiedliche SAP-Systeme erfolgreich zusammengeführt wurden. Warum es dort funktionierte und die Erwartungen vom Projektergebnis sogar noch übertroffen werden konnten, legt der Autor durch eine klare Analyse der Erfolgsfaktoren dar.
von Petra Berleb
1 Bewertung
5
0 Kommentare
Mit 25 Jahren erkrankte Mike Jetter an Leukämie. Sein Wunsch, der Welt ein Vermächtnis zu hinterlassen, war der Anstoß für die Entwicklung des MindManagers. Ein ehrgeiziger Plan zu einer Zeit, in der Computer noch im textbasierten Dos- und Unixmodus arbeiteten. Anlässlich des kürzlich in Deutschland erschienenen Buchs "Cancer Code" traf sich Petra Berleb mit den beiden in München. Das Interview beleuchtet die neue Version X5 und die Zukunftspläne für den MindManager, aber auch die Hintergründe der Buchveröffentlichung und das Leben der Jetters nach der Krankheit.
von Dr. Georg Angermeier
11 Bewertungen
3.545455
1 Kommentar
Arbeitspakete sind die Grundbausteine eines Projekts. Nur wenn sie richtig definiert sind, steht das Projektgebäude stabil. Sie sind für die Arbeitsverteilung an die Mitarbeiter notwendig und ermöglichen effizientes Projekt-Controlling. Dr. Georg Angermeier erläutert in seinem Beitrag, wie Sie Arbeitspakete definieren und bei der Projektabwicklung für die Überwachung und vorausschauende Steuerung einsetzen können. Anhand eines Praxisbeispiels verdeutlicht er die entscheidende Rolle des Arbeitspakets im Projektkontext.
von Dr. Georg Angermeier
4 Bewertungen
3.75
0 Kommentare
Wozu noch einen Projektstrukturplan (PSP) erstellen, wenn ohnehin alles klar ist? So denkt mancher kreative Praktiker und schreitet hemdsärmelig zur Tat. Doch wer sich nur auf seine Intuition verlässt, macht solides Ressourcen-Management, Kostenschätzung und Terminplanung unmöglich. Ein einfacher methodischer Ansatz, um diesem Problem zu begegnen, ist die Verwendung von Mind Mapping zur Kreativarbeit im Team und die Erstellung des Projektstrukturplans aus den erarbeiteten Ergebnissen. Dr. Georg Angermeier zeigt in diesem Artikel Schritt für Schritt, wie Sie dabei vorgehen können.
von Dr. Georg Angermeier
17 Bewertungen
3.588235
0 Kommentare
Der Projektstrukturplan (PSP) leistet bei Projektplanung und -durchführung wertvolle Dienste. Er bietet Projektmanagern eine gute Möglichkeit, dem Projekt eine von allen akzeptierte Struktur zu geben und es professionell zu visualisieren. Doch in der Praxis ziehen viele Projektmanager den Balkenplan dem PSP vor. Grund ist oft die Unsicherheit darüber, wie ein "richtiger" Projektstrukturplan aussehen muss. Dr. Georg Angermeier nennt in seinem Artikel Argumente für den Einsatz des PSP. Er bescheibt seine Aufgaben und erläutert an einem anschaulichen Beispiel den Weg zum "Quick and Dirty"-PSP, bis hin zur systematischen Erstellung eines komplexen Projektstrukturplans für große Projekte.
von Regina Wolf-Berleb
7 Bewertungen
4.57143
0 Kommentare
Ein Projekt steht und fällt mit der richtigen Planung. Im letzten Teil der Einführungsserie in das Projektmanagement erfahren Sie, wie Sie ein Projekt zielgerichtet planen und welche Techniken und Hilfsmitteln Ihnen dafür zur Verfügung stehen. Die 21 Schritte des Projekterfolgs fassen übersichtlich die einzelnen Schritte innerhalb eines Projektablaufs zusammen.
Alle relevanten Beiträge anzeigen
Tech Link