Verantwortlichkeitsmatrix

In der Verantwortlichkeits- oder Zuständigkeitsmatrix stehen die Projektaufgaben oder -aufgabenbereiche den Projektbeteiligten in Form einer Tabelle gegenüber. In der Regel werden die Aufgaben als Zeilenbeschriftungen, die Projektbeteiligten als Spaltenüberschriften eingetragen. In den Tabellenzellen wird entweder nur die Zuordnung von Aufgabe und Person bzw. Organisationseinheit markiert oder durch einen zusätzlichen Code qualifiziert. Die Art der Zuständigkeit kann z.B. die tatsächliche Durchführung, die Beratung oder die Abnahme des Ergebnisses sein.

Zweck der Verantwortlichkeitsmatrix im Projekt ist die eindeutige Zuordnung von Projektaufgaben zu Personen und Organisationseinheiten. Dadurch schafft sie Klarheit für die Kommunikation im Projekt und löst den klassischen Konflikt zwischen Projekt- und Linienorganisation hinsichtlich Aufgabenverantwortlichkeit.

Darüber hinaus ist sie auch Grundlage für die Anforderung von Ressourcen durch die Projektleitung von der Linienorganisation.

Je nach Integrationsgrad und Konkretisierung der Aufgaben können mehrere Verantwortlichkeitsmatrizen erforderlich sein. Innerhalb eines Projektmanagementhandbuchs (typisch auch: Organisationshandbuch, Qualitätsmanagement-Handbuch) wird sie die grundlegenden Aufgabenbereiche des Vorgehensmodells den Organisationseinheiten des Unternehmens gegenüber stellen. Im Projekthandbuch wird sie die einzelnen Aufgaben benannten Personen zuordnen.

Eine Sonderform der Verantwortlichkeitsmatrix ist die sog. "RACI-Matrix", in der die Zuordnungen durch die vier Codes "Responsible", "Accountable", "Consulted" und "Informed" beschrieben wird.

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