Englischer
Begriff
  • Cost Reimbursement
  • Time and Material Contract

Aufwandsvergütung

Bei einer Vergütung nach Aufwand vereinbaren Auftragnehmer und Auftraggeber sowohl die zu erbringende Leistung als auch einen spezifischen Honorarsatz. Dieser Honorarsatz wird typischerweise in Stunden- oder Tagessätzen bemessen. Hinzu kommen weitere Aufwendungen z.B für Material, Maschinen, Werkzeuge und Spesen.

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Der PMBOK(R) Guide unterscheidet zwischen cost reimbursement und time and material contracts. Beim cost reimbursement werden nur die tatsächlich angefallenen und nachgewiesenen Kosten erstattet und eine darüber hinausgehende Provision vereinbart. Bei T&M contracts wird nach Aufwand abgerechnet, ergänzt um Festpreisvereinbarungen für z.B. Unteraufträge.

Bei einer Vergütung nach Aufwand wird der Auftraggeber versuchen, das Projektergebnis möglichst schnell zu erreichen und nur unbedingt erforderliche Leistungen in Anspruch zu nehmen. Der Auftragnehmer hingegen wird bemüht sein, möglichst viel Leistung für den Auftraggeber zu erbringen.

Die Vorteile einer Aufwandsvergütung für Projektleistungen sind:

  • Der Projektablauf wird eng zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer abgestimmt (Regiearbeit)
  • Der Auftraggeber ist daran interessiert, durch eigene Zuarbeit den Aufwand beim Auftragnehmer möglichst gering zu halten.
Nachteilig ist:
  • Das Projektergebnis wird oftmals nicht ausreichend genau spezifiziert.
  • Das Projektende und der Abnahmeprozess sind oftmals nicht genau definiert.
  • Aufwandserfassung und Aufwandsnachweis müssen geführt werden.

Dieser Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 21.03.2003.
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