Planen, Überwachen und Steuern sind die Haupttätigkeiten des/der Projektmanager(in). Überwachung und Steuerung sind eine untrennbare Einheit, "Controlling" integriert sie weitgehend zu einem einzigen Begriff. Dabei umfasst Controlling alle Aspekte der Überwachung. Steuerung kann jedoch deutlich über Controlling hinausgehen, insbesondere wenn man den in der HOAI definierten Begriff der Projektsteuerung (s.d.) betrachtet.

Grundsätzlich bedeutet Steuerung, den ProjektplanProjektplanDer Projektplan umfasst alle Dokumente, die den geplanten Ablauf eines Projekts beschreiben. so genau wie möglich umzusetzen. Unterschiedliche Auffassungen bestehen hinsichtlich der hierfür zur Verfügung stehenden Rechte des/der Projektleiter(in)Projektleiter(in)Nach der nicht mehr gültigen DIN 69901:1987 die "für die Projektleitung verantwortliche Person." Die DIN sah explizit beide geschlechtsspezifischen Begriffe vor. Nicht beschrieben wurden die genauen Aufgaben und Befugnisse des/der Projektleiters/in. Aus der Definition der Projektleitung ergibt sich für die/den Projektleiter(in) die Verantwortlichkeit für Planung, Steuerung und Überwachung des Projekts.. Diese können von der bloßen Beratung bei Umsetzung von Steuerungsmaßnehmen gehen (Stabs-ProjektorganisationStabs-ProjektorganisationDie Stabs-Projektorganisation (auch Stablinienprojektorganisation) ist eine Form der Matrixorganisation , bei der die Funktion des Projektmanagers an eine Stabsstelle delegiert ist, die direkt der Organisationsführung unterstellt ist.) bis hin zur vollständigen Führungs- und Ergebnisverantwortung im Projekt (Management by ProjectsManagement by ProjectsManagement by Projects bedeutet zunächst einen Widerspruch in sich selbst. Projekte sind einmalig, riskant, innovativ und vor allem begrenzt. Unternehmensführung muss langfristig mit hoher Sicherheit den vorhandenen Markt auf Dauer bedienen.).

Zu den konkreten Aufgaben der Steuerung innerhalb eines Projekts können unter anderem gehören:

Unverzichtbar für die Projektsteuerung ist der Projektplan - ohne ihn ist kein Vergleich mit dem Soll-Wert möglich. Ergänzt wird der Projektplan, der den Idealverlauf beschreibt, durch die RisikolisteRisikolisteDie Risikoliste (syn.: das Risikoregister) dokumentiert alle Risiken eines Projekts und ist damit das zentrale Werkzeug des Risikomanagements in Projekten., die möglichst umfassend alle Gefahren für den Projektablauf beschreibt.

Die EffektivitätEffektivitätEffektivität beschreibt die Ausrichtung des Projektportfolios auf die geschäftlichen Interessen der Trägerorganisation . Eine mögliche Messgröße für Effektivität ist das Verhältnis von tatsächlich erreichtem zu angestrebtem Nutzen durch Projektarbeit. der Steuerung hängt wesentlich von einer zeitnahen Erfassung der Aufwände und des Projektfortschritts ab. Mit Hilfe von Prognosetechniken (Meilenstein- und KostentrendanalyseKostentrendanalyseDie Kostentrendanalyse (KTA) ergänzt die Meilensteintrendanalyse (MTA) um die Betrachtung des für die erreichten Ergebnisse benötigten Aufwands (Einsatzmittel und Finanzmittel)., Earned Value AnalysisEarned Value AnalysisEarned Value Analysis (EVA) ist die Erhebung und Berechnung der Leistungskennzahlen eines Projekts im Rahmen des Earned Value Managements . Earned Value Analysis und Earned Value Management werden häufig synonym verwendet., SzenariotechnikSzenariotechnikSzenariotechnik ist eine Prognosetechnik, die systematisch Szenarien unterschiedlicher, zukünftiger Projektzustände erzeugt. Diese Szenarien (Prognosen) werden aus der aktuellen Situation unter Anwendung von Annahmen über Einflüsse und zukünftige Entwicklungen im Projekt abgeleitet.) können dann Annahmen über die zukünftige Entwicklung getroffen und dementsprechende Steuerungsmaßnahmen entwickelt werden. Zu diesen gehört meistens der Eingriff in die bestehende Planung - der ursprüngliche Plan wird dann als sogenannter BasisplanBasisplanDer Basisplan umfasst alle Daten eines genehmigten Projektplans zu einem bestimmten Stichtag. In ihm können Termine, Dauern, Aufwände, Arbeitspaketbeschreibungen, Kosten, Ressourcenzuordnungen usw. enthalten sein. Im strengen Sinne ist nur der erste, von allen Projektbeteiligten genehmigte Terminplan zu Beginn des Projekts der Basisplan. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden jedoch auch eigens dokumentierte Zwischenstände des Terminplans im Projektverlauf als Basispläne bezeichnet. dokumentiert.

Bewertungen

Gesamt
Bewertungen 15
Kommentare 0