Soundingboard

Ursprünglich bezeichnet das "Soundingboard" sowohl die für die Schallabgabe wesentliche Decke von Saiteninstrumenten als auch den Schalldeckel über der Kanzel zur besseren akustischen Verständlichkeit des Redners im Auditorium.

Im übertragenen Sinn bezeichnet "Soundingboard" auch das Auditorium selbst, bzw. die Räumlichkeit des Vortragsgeschehens.

Im Zusammenhang mit Produktentwicklung und Projektmanagement ist das Soundingboard sowohl das Gremium als auch das Treffen des Gremiums zur Beurteilung neuer Ideen und Produkte.

In Forschungs- und Entwicklungsprojekt kann dies eine Gruppe von Testkunden sein, denen in regelmäßigen Abständen Design-Studien oder Prototypen vorgestellt werden. Die vom Soundingboard erhaltenen Reaktionen und Beurteilungen liefern die Kundenanforderungen für die weitere Entwicklung. Die Standardmethode für die Auswertung der so erhaltenen Informationen ist das sog. Quality Function Deployment.

Im erweiterten Sinne kann das Soundingboard sich auch aus Vertretern mehrerer Projektbeteiligter (Stakeholder) zusammensetzen und eine Art informeller Lenkungsausschuss (d.h. ohne Entscheidungskompetenz) sein.

Innerhalb einer Multiprojektumgebung ist das Soundingboard ein Gremium zu Beurteilung neuer Projektideen. Nach Art eines Peer Review beurteilen Vertreter von relevanten Organisationseinheiten (z.B. Vertrieb, Marketing, Produktion, Geschäftsführung, Projektbüro, evtl. Kunden) die vorgestellten Ansätze für neue Vorhaben. Ziel ist es, qualifiziertes Feedback zu erhalten, Chancen und Risiken aufzudecken und die Erfolgsaussichten sowohl unter fachlichen als auch unter strategischen Gesichtspunkten zu beurteilen.

Bei Unternehmensgründungen kann das Soundingboard schließlich das Auditorium aus Kapitalgebern, Beratern und weiteren Stakeholdern (z.B. Kammern, Politik) sein, das Business-Pläne beurteilt und Ratschläge für deren Weiterentwicklung gibt.

Relevante Beiträge im Projekt Magazin
Methode: Risikokatalog
Methode: Risikomatrix
von Marko Zotschew
2 Bewertungen
4
1 Kommentar
Mit Brainstorming kann ein Team in kürzester Zeit Lösungsansätze für ein bestimmtes Problem finden. Doch gelegentlich gibt es Fälle, in denen sich partout keine zufriedenstellende Lösung für die anstehende Fragestellung finden will. Für eine solche Situation eignet sich das sog. "Imaginäre Brainstorming". Marko Zotschew stellt Ihnen in diesem Tipp diese Kreativitätsmethode vor.
von Kay Schulz
42 Bewertungen
4.238095
1 Kommentar
Der Morphologische Kasten, nach seinem Erfinder auch Zwicky-Box genannt, ist ein kreative Methode, um einen Sachverhalt oder Gegenstand mit vielen Parametern zu analysieren, ohne sich in den unzähligen Variationsmöglichkeiten zu verlieren. In einer spannenden Geschichte schildert Kay Schulz, wie das Sicherheitsteam einer Bank mit Hilfe des Morphologischen Kastens die Bedrohungen durch Hacker analysiert, um proaktiv die Sicherheit ihres Online-Banking zu verbessern. Im Rahmen der auf einer wahren Begebenheit beruhenden Erzählung erfahren Sie, wie der Morphologische Kasten funktioniert und wie Sie mit seiner Hilfe komplexe Probleme analysieren können.
Tech Link